Diffamierung als undemokratische Methode (Allgemein)

caro, Freitag, 18.04.2008, 12:02 (vor 5034 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von caro, Freitag, 18.04.2008, 15:00

Ich finde es erschreckend, dass niemand in diesem Forum - außer Ihnen, spatenpauli, aber sehr moderat.. - sich entschieden gegen derart üblen Populismus ausspricht, der gleichzeitig auch noch die NS-Zeit verharmlost.

Das mag daran liegen, dass sich eben keiner so richtig angesprochen fühlt.


Die Mechanismen, mit denen hier versucht wird, Leute ohne jede Grundlage in die rechte Ecke zu stellen, sind - wie dargelegt- ein sehr "klassischer" Versuch, Kritiker mundtot zu machen und Diskussionen im Keim zu ersticken bzw. "umzulenken".
Sich gegen solche Mechanismen auszuspechen, sollte m.E. nicht davon abhängen, ob man sich persönlich irgendwie "angesprochen" fühlt. Es ist eine Frage der Zivilcourage, zumindest wenn solche Kaliber wie permanente Anspielungen auf eine rechtsextreme Gesinnung aufgefahren werden.
Meine Empfehlung: Mal aus der eigenen Suppenschüssel raus schauen! Daß sich Kritiker gegenseitig zerfleischen - das beschäftigt Sie verständlicherweise, spatenpauli. Aber sich in so einem Kleinkrieg zu verzetteln, bringt nichts. Gerade wenn mit dem izgmf rüde umgesprungen worden sein sollte, sollte eine gewisse Sensibilisierung da sein sprich man sollte im eigenen Forum nicht Mechanismen aufsitzen, die eine "Selbstzerfleischung" forcieren können.
Aber es zeigt sich Mal wieder, wie wunderbar die klassischen Methoden, die AnKa hier anwendet, funktionieren. Super, fast schon ein Fall fürs Lehrbuch! Hier wird doch - zumindest ansatzweise - allen Ernstes inhaltlich darüber diskutiert, ob Mobilfunkkritiker "rechtsradikal" handeln. Und wenn es gut läuft - das ist zumindest Sinn und Zweck solcher Methoden - dann fangen sie an, sich über diese Frage gegenseitig zu zerfleischen! Genau darum geht es Leuten, die solche Diskussionen anzetteln. Es geht überhaupt nicht um den Inhalt (Psychos, Sekten, Rechte - völlig egal). Es geht darum, einen Keil hinein zu treiben, zu spalten. Und es geht darum, pauschal zu diffamieren, denn irgendwas bleibt bei solchen haltlosen Anwürfen in der Außenwahrnehmung trotzdem immer hängen. Ein beliebtes Mittel der Krisen-PR übrigens.
Es ist sehr wichtig und ehrenwert, in Auseinandersetzungen um wirtschaftlich und politisch relevante, aber gleichzeitig umstrittene Themen wie Mobilfunk, Tabak etc. allergrößten Wert auf Faktentreue zu legen. Damit allein überzeugen Sie aber keine "Entscheidungsträger" bzw. Sie werden ganz schnell zerrieben, wenn Sie nicht wissen, wie die klassischen Mechanismen und Methoden in solchen Auseinandersetzungen funktionieren. Die können brutal sein. Von Populismus über Demagogie bis zur üblen Nachrede oder zum Rufmord. AnKa führt ein paar dieser Mechanismen hier - natürlich im ganz Kleinen und im "geschützten Raum" - anschaulich vor.
Was Ihren Ratschlag angeht, "es mal selber zu probieren" - wissen Sie: Wenn man sich in irgendeiner Form öffentlich äußert, also auch wenn man ein solches Forum betreibt, dann muss man mit Anwürfen rechnen. Und wenn die Anwürfe autoritäre oder gar totalitäre Züge bekommen, dann haben Sie einen Nerv getroffen und sind genau auf dem richtigen Weg, sonst würde sich nämlich niemand aufregen. Sehen Sie´s sportlich! Anwürfe aus den vermeintlich "eigenen Reihen" schmerzen gefühlsmäßig sicherlich mehr als solche von außen. Was aber nichts daran ändert, daß Mobilfunkbetreiber und Politiker beim Thema unbequemen Leuten gegenüber alles andere als zimperlich vorgehen. Beispiele bei Interesse gerne persönlich.

Tags:
Zivilcourage, Rufmord, Populismus, Demagogen, Courage


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