Klare, deutliche Worte der Frau Dr. Kaul (Allgemein)

AnKa, Donnerstag, 21.06.2007, 18:47 (vor 5711 Tagen) @ Doris

Wenn die Hypothese als "falsch" abgelehnt werden musste, so bleibt übrig, dass die Feldwirkung als biologischer Effekt, der ja eine "Elektrosensibilität" sein will, ausblieb.

Dass psychische Reaktionen immer auch physiologische Entsprechungen haben und umgekehrt, ist trivial.

Was "Elektrosensibilität" einbringt, ist in jedem Fall viel Aufmerksamkeit. Das ist in unserer Leistungsgesellschaft ein rares Gut. Und nicht mehr oder nur ungenügend von anderen Menschen wahrgenommen zu werden, schmerzt, weil es existenzielle Ängste auslösen kann. Jeder ist unterschiedlich begabt oder bereit, allein sein zu können oder zu wollen. Bekennede Elektrosensible sind nach meiner Beobachtung jedoch am wenigsten allein, und sie üben auf die Gesellschaft große Macht aus - siehe das Diskussionsforum im "izgmf".

Einmal abgesehen davon, daß es, sofern nicht zuvor vereinbart, ein bißchen unverschämt ist, einen persönlichen Briefwechsel einfach so ins Internet einzustellen, sind dies doch sehr klare und eindeutige Worte zum Phänomen "Elektrosensibilität".

Ich bemerke übrigens mit Vergnügen, daß auch Frau Dr. Kaul den Ausdruck "Elektrosensibilität" in Gänsefüßchen setzt, diese also als eine sogenannte anzusehen scheint - was verständlich ist, schliesslich hat sie gerade eine Testreihe mit entsprechenden Probanden bewerkstelligt, deren Resultate eben nun mal an der realen Existenz dieses Phänomens zweifeln lassen.

Ihre Schlussfolgerungen von wegen der psychischen Disposition sind nachvollziehbar und nahezu zwingend - wir sprachen hierüber bekanntlich schon früher.

Interessant ist auch, daß sie beim Blick ins IZGMF-Forum durchaus das irrationale Flirren bemerkt hat, das von der Seite der "ES"-Fraktion angesichts der Ergebnislage erzeugt worden ist, wie zum Beispiel in Gestalt der Aggressivität, in der dieses Studienergebnis angegangen wird, und der in Mobilfunkgegnerkreisen notorischen Neigung zur persönlichen Herabsetzung (sie sei keine Medizinerin, Psychologen seien nicht ernstzunehmen, das Herumnöhlen an ihrem Titel usw.).

Der Schluss, daß mit "ES", die ihre Handystrahlenfühligkeit im Versuch nicht replizieren können, irgendetwas anderes los sein muss als eben "ES" zu sein, liegt natürlich nahe. Die fachliche Qualifikation der Wissenschaftlerin steht dafür, in diese (richtige) Richtung weiterzudenken. Wäre sie nun auch noch Medizinerin, dann würde wahrscheinlich die weitere Schlussfolgerung, daß es sich bei "ES" letztlich um nichts anderes als um eine Umsetzung hypochondrischer Zwangsvorstellungen handeln könnte, längst genannt sein. Frau Dr. Kaul argumentiert jedenfalls in diese Richtung, wenn sie feststellt, daß "Elektrosensibilität" "in jedem Fall viel Aufmerksamkeit" einbringe. Wer übrigens wollte das bestreiten.

Bleibt ihr zu wünschen, daß sie sich die Aufregung der "ES" nicht zu sehr zu Herzen nimmt. Man möchte ihr fast diese Lektüre empfehlen, als Hilfe zur richtigen Einordnung der Reaktionen.

Troll-Wiese: http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=13916


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