Volksverdummung - ein paar Fakten (Allgemein)

Doris @, Sonntag, 04.03.2007, 23:19 (vor 5552 Tagen) @ Franz

Franz, das ist ein absolut realistischer Artikel, deshalb bin ich immer wieder verblüfft, dass Marianne offensichtlich andere Erfahrungen in ihrer Arbeit macht.

Konkrete Ergebnisse:

Sendemast: Keine.

Gegen Sendemasten anzugehen haben wir hier in unserem Gebiet recht schnell aufgegeben. Zum einen mussten wir feststellen, dass es zwar durchaus Menschen gibt, die sehr ungünstig vor einem Masten sitzen und auch belastet werden, aber die Mehrheit eben nicht. Auch was UMTS betrifft, mit dessen angeblicher Belastung selbst von Leuten in unseren eigenen Reihen manchen Angst gemacht wurde, können wir mittlerweile entwarnen. Wir haben uns extra einen Frequenzfilter ausgeliehen und die Daten so hochgerechnet, wie es durch die Dämpfung des Filters sein musste und haben festgestellt, dass die Reichweite von UMTS tatsächlich so gering ist, dass wir bei uns hier feststellen müssen, dass UMTS hinsichtlich Belastung bei den allerwenigsten Menschen ein Thema ist. Diese Aussage gilt allerdings nur für unser Ecke hier und für die Haushalte, wo wir gemessen haben. Allerdings haben wir jetzt Kritik in unseren eigenen Reihen, dass wir keine echten Mobilfunkkritiker seien, weil wir nicht die Masten bekämpfen. Aber damit können wir leben.
Diejenigen, die bei uns in der BI die Messungen führen vertreten die Meinung, wenn sich einer mit einem DECT rund um die Uhr befeldet, und nicht bereit ist, sich davon zu trennen, dann braucht er nicht über 200 µW/m² vom nahen Sendemast jammern.

Handy-Nutzung:

Betretenes Schweigen, dann

Rechtfertigungen.
Alle, alle, alle brauchten ihr "Notfall-Handy" das sie ja "fast nie" benutzen.

Auch diese Aussage kenne ich. Ich glaube meine Bekannte und ich sind die einzigen in unserer BI, die konsequent keine Funktechnik benutzen.

DECT: Bestenfalls eine Hand voll der ehemaligen Sendemastgegner haben ihre DECT-Telefone entsorgt, zugunsten von ebenfalls strahlenden CT1+ Telefonen.

Der harte Kern unserer BI ist zumindest dem DECt-Telefon gegenüber sehr konsequent und ging sogar zum Schnurtelefon zurück. Da waren wir in unseren eigenen Reihen erfolgreicher, aber Ihre Sendemastgegner waren sicherlich auch zahlenmäßig umfangreicher.

Die Realität: Der wirkliche "Feind" ist nicht der Mobilfunk-Betreiber sondern der Konsument. Dieser ist uns paar Hanseln zahlenmäßig so gnadenlos überlegen, dass wir nicht die mindeste Chance haben, zu gewinnen.

Diese Aussage ist zu 100 % korrekt. Das hat, ich glaube es war Kuddel, doch schon mal so ähnlich aufgezeigt.

Selbst wenn unsere sogenannten Experten mit der "Wahrheit" missionierten, selbst wenn die Fakten eindeutig wären, wäre der bestmögliche Erfolg, dass irgendwann mal auf dem Handy steht: "kann der Gesundheit schaden" (Bezüglich des Rauchens interessiert so eine Wahrnung nicht mal einige eingefleischte Mobilfunkkritiker, die immer noch munter weiter paffen.)

Und im Gegensatz zu den Rauchern sind die Konsumenten der Funktechnik zahlenmäßig haushoch überlegen. Und wenn man beobachtet, wie die Raucher auf die Barrikaden gehen, trotz eindeutig bewiesener Schädlichkeit, gehe ich davon aus, dass wir paar Hanseln zum absoluten Feindbild der gesamten Bevölkerung einschließlich mancher Mobilfunkkritiker werden würden, wenn man ihnen wegen der Funktechnik so zusetzen würde, wie den Rauchern.

Zwei Tatsachen sind für mich unumstößliche Realität:
1. die wissenschaftlichen Faktenlage, welche die Gesundheitgefährdung oder Schädigung durch Mobilfunk belegen soll, ist mehr als dünn. Deshalb ist der Verbraucher sehr schwer zu überzeugen.

Das sehe ich sogar nochmals anders. Selbst wenn die Faktenlage nicht so dünn wäre, würde man die Masse nicht zur Umkehr bewegen. Welcher Raucher stört sich an dem Aufdruck auf der Zigarettenschachtel, daran stört sich nur der Nichtraucher.

Es braucht keine bösen Funker, die den armen Mobilfunkkritiker diskreditieren, den Job erledigen einige "Experten" aus den eigenen Reihen mit großer Überzeugungsgewalt.

Auch da haben Sie recht.

Also, was soll man machen?

Am nervenschonendsten wäre es in den eigenen Räumen konsequent zu sein, falls nötig und finanziell möglich abzuschirmen, so dass man unbelastet leben kann und sich auf schöne Sachen konzentrieren und der Rest der Welt soll sich zufunken.

Aber die Mobilfunkkritiker halten das Thema trotz der großen Frustration nun schon seit vielen Jahren aufrecht und überlassen das Feld nicht kampflos den Mobilfunkern. Und dafür macht der eine oder andere weiter.


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