Fortbildungsveranstaltung für Mediziner (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 20.04.2012, 00:25 (vor 2766 Tagen)

Für das IZMF sind die Fortbildungsveranstaltungen für Mediziner eine Erfolgsstory. Als es Mitte 2005 damit los ging, sah es nicht danach aus, eine Handvoll Mobilfunkgegner ließen an der Auftaktveranstaltung kein gutes Haar, wenn auch die von "elektrosmognews" gesammelten Kritiken heute nicht mehr abrufbar sind.

Einige Jahre lang glaubten Mobilfunkgegner tatsächlich, diese Veranstaltungsreihe zu Fall zu bringen, in Hessen glaubte man anfangs gar, der Vergabe der begehrten Fortbildungspunkte einen Riegel vorschieben zu können. Ein- oder zweimal gab es kleine Demonstrationen vor dem Veranstaltungsgebäude und einmal mogelte sich ein Zahnarzt unter die Teilnehmer, der später aus dem Nähkästchen plauderte. Da der Mann aber erklärter Mobilfunkgegner ist, blieb der Erkenntnisgewinn aus. 2007 erwischte es Dr. Bergmann, der seinerzeit eine der Fortbildungsveranstaltungen so personenbezogen kritisierte, dass er sich eine Abmahnung einfing. Auch an Konkurrenzveranstaltungen versuchten sich die Gegner, wegen bedrückend schwacher Teilnahme von Medizinern wurde diese Idee jedoch schnell wieder aufgegeben.

Seit einigen Jahren ist es mit dem Säbelrasseln nun vorbei, routinemäßig wird über die Veranstaltungen berichtet und überzeugte Mobilfunkgegner beklagen ebenso routinemäßig stets dasselbe, das sie schon im Jahr zuvor beklagt haben. Am liebsten wäre es ihnen, das IZMF würde die Einladungen ausgeben und sämtliche Kosten tragen, die Referenten aber kämen von den Gegnern. Man hat sich arrangiert: Das IZMF lässt Jahr für Jahr Ärzte bezüglich biologischer Wirkungen des Mobilfunks fortbilden, die Gegner beklagen dies jedes Jahr aufs neue.

So ein Klagender ist der Teilnehmer "Hesse" aus dem hese-Forum. Er schreibt:

"In den zurückliegenden Jahren wurde die einseitige, interessengesteuerte IZMF-Ärztefortbildungsreihe mit Zertifizierungspunkten von Ärzten und diversen Bürgerinitiativen kritisiert.

Demos, heftige kritische Diskurse mit den zuständigen LÄK’s, den Referenten,
verbunden mit Rückgabe von Zertifizierungspunkte wegen einseitiger industriegesteuerter Propaganda war die Folge und ist dokumentiert.
(Berlin-Potsdam, Frankfurt, Bad Nauheim, Bad Orb, Aschaffenburg, Stuttgart, u.a.)"

Das mag ich besonders: Zu behaupten, etwas sei dokumentiert, selber aber zu faul sein, Links zu legen. Nun, ich habe versucht, für die Behauptungen von "Hesse" etwas zu finden, das nicht von der Handvoll Meckerer kommt, denen die Fortbildungsveranstaltungen ohnehin seit eh und je ein Dorn im Auge sind. Gefunden habe ich nichts, jedenfalls nichts ruhmreiches für die Mobilfunkgegner.

"Hesse" bläst Belangloses gerne auf XXL auf. So vermittelt "Demos", die Mehrzahl von Demo, durchaus Renitenz. Wenn aber alle Demonstranten in einen VW-Bus passen und dort noch Platz ist, den Tapeziertisch mit dem obligatorisch gruseligen "Informationsmaterial" unterzubringen, dann ernten die "Demonstranten" nur ein Mitgefühl, das unter dem Namen Mitleid eher verpönt ist.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Fortbildung, Aerztetagung, Fortbildungspunkte, IZMF

Fortbildungsveranstaltung für Mediziner

Kuddel, Freitag, 20.04.2012, 19:21 (vor 2765 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Kuddel, Freitag, 20.04.2012, 19:39

Kleine Ergänzung zugunsten der Ausgewogenheit:

"In den zurückliegenden Jahren wurde die einseitige, interessengesteuerte IZMF-Ärztefortbildungsreihe mit Zertifizierungspunkten von Alternativ-Medizinern (Ärzten) und diversen (von Baubiologen gesteuerten) Bürgerinitiativen kritisiert.

Als Gegenpol dazu wurden als Ärzttetagungen getarnte Baubiologen-Seminare veranstaltet und dafür ebenfalls Fortbildungspunkte bei den Ärztekammern beantragt.
Siehe z.B. Murnauer Ärztetagung (Einladungs-PDF >hier<):
"Veranstalter: Ärztlicher Qualitätszirkel "Elektromagnetische Felder in der Medizin –
Diagnostik, Therapie, Umwelt", anerkannt von der Bayerischen Landesärztekammer.
Fortbildungspunkte beantragt der Veranstalter .."

Demos, heftige kritische Diskurse mit den zuständigen LÄK’s, den Referenten,
verbunden mit Rückgabe von Zertifizierungspunkte wegen einseitiger industriegesteuerter oder baubiologengesteuerter Propaganda war die Folge und ist dokumentiert.

"

Tags:
Landesärztekammer, Wahrnehmungsverzerrung, Aerztekammer

2008 Demo gegen Ärztefortbildung durch IZMF

KlaKla, Samstag, 21.04.2012, 08:43 (vor 2764 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von KlaKla, Samstag, 21.04.2012, 09:18

2008 Demonstration bei Ärztefortbildung in Peißenberg

Die Demonstranten wollten diese aus ihrer Sicht »einseitige Information« durch einen international bekannten Fachmann ergänzt wissen. Visiting Professor Dr. Lebrecht v. Klitzing erklärte sich bereit, der Ärzteschaft seine Erkenntnisse vorzutragen.

Dr. L v. Klizting gehört zum Interessensverband der Baubiologen. Er verfolgt kommerzielle Interessen mit der Angst vor Elektrosmog. Er selbst hat viele Jahre in Hinterzimmern von Gaststätten oder in Vereinsheimen vor Laienpublikom über die Gefahr des Elektrosmog referiert. In diesem Kreis, galt er selbstverständlich als international anerkannter Fachmann.

Ein Jahr später besuchte Peter Hensinger so eine Ärztefortbildung. Seinen Bericht zur Veranstaltung kann man auf der Webseite desInstitut für Baubiologie (IBN) lesen. Ob da nun Ärzte oder nur Laien die Veranstaltung vorzeitig verließen ist unklar. Eine typische Berichterstattung ala Hensinger, der Fehler passiert im Kopf des Lesers. Unseriös.

Heute würde ich sagen, Dr. L.v. Klitzing fungierte als perfektes Mietmaul und BI's als die nützlichen Idioten, die Ihm sogar noch die Anreise erster Klasse bezahlten. Heute ziehe ich andere Schlüsse aus diesen Interview mit Dr. L.v. Klitzing.

Der gebotene Gegenpart dieser IZMF Veranstaltungen scheint mir der ärztliche Qualitätszirkel vonDr. Markus K. zu seine. Wer wie Schwester Barbara an Esoterik und Sekten gefallen findet, könnte sich durch diese Leute gut vertreten fühlen und wie Eva. W. eine neue Lebensaufgabe nachkommen, Opferdarstellerin.

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
Aerztetagung, Mietmaul, Lobbyismus, IBN, Hinterzimmer

Ärztefortbildung in Köln u. Friedrichshafen

KlaKla, Dienstag, 04.09.2012, 08:25 (vor 2628 Tagen) @ H. Lamarr

Zertifizierte Fortbildungs­veranstaltungen für Mediziner und medizinnahe Berufsgruppen
Mobilfunk aus Sicht von Arzt und Patient – Fragen, Fakten, Fortschritte


1. Termin: 24. Oktober 2012 in Köln
Veranstaltungsort: CARDEA Akademie für Gesundheitsberufe, Ausbildungszentrum Barthonia-Forum, Raum „Blau“, Vogelsangerstr. 80a, 50823 Köln

2. Termin: 14. November 2012 in Friedrichshafen
Veranstaltungsort: Graf-Zeppelin-Haus, Graf-Soden-Zimmer, Olgastraße 20, 88045 Friedrichshafen

Die ärztliche Kursleitung liegt bei Prof. Dr. med. Caroline Herr, Professorin für Hygiene und Umweltmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München, sowie bei Prof. Dr. med. Thomas Eikmann, Direktor des Instituts für Hygiene und Umweltmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen. Veranstalter sind das Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF) und die gemeinnützige Kinderumwelt GmbH, vertreten durch ihren Leiter Prof. Dr. Karl Ernst von Mühlendahl.

Hesse/Mahner sieht darin die Verflechtung von Staatlichen Behörden zur Mobilfunk-Industrie bestätigt. Ich nicht denn unter den Mobilfunkgegner gibt es keinen anerkannten Wissenschaftler der seine Interessen vertreten kann unter berücksichtigung allgemein anerkannter Fakten. Bei den Mobilfunkgegner sind selbst ernannte Ruheständler oder Nutznießer der Angst geschürten Debatte aktiv. Zuletzt glänzten diese bei der Veranstaltung im Bayerischen Landtag. Das Protokoll zu der Veranstaltung spiegelt mMn deren Wissen und ihre Ignoranz wieder. Besonderes Fachwissen sucht man da vergeblich.

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