Pflichterfüllung (Allgemein)

Doris @, Samstag, 22.07.2006, 11:53 (vor 5239 Tagen) @ Gerold
bearbeitet von KlaKla, Samstag, 22.07.2006, 12:40

Ich glaube kaum dass Gemeinden eine brauchbare Aufklärungsarbeit betreiben können, die haben meistens selber von der Materie keinen blassen Schimmer. Und was soll mit der Aufklärungsarbeit erreicht werden? Die Bürger kampffreudig oder friedlich zu stimmen?

Hinzu kommt, dass manche Städte/Gemeinden selbst Standortvermieter sind und somit unter Beschuss kommen, wenn die Leute aufgerüttelt werden. Bei uns tritt dieser Fall ein. Die Stadt hat sehr viel Geld in den 90er Jahren bekommen und stellte dafür einen Aussichtsturm zur Verfügung, der mit diesem Geld komplett renoviert werden konnte. Dass diese Antenne mit freier Sicht auf eine Schule zeigt, das war damals noch kein so großes Thema, erst jetzt gibt es Ärger. Aber der Vertrag läuft noch 15 Jahre! Aber es ist gibt schon Kommunen, die sich sehr vorbildich verhalten.

Aufklärungsbroschüre ist Müll, weil sie über die stärksten Strahlungsquellen (von denen in der Regel noch ein viel höhere Dauerbelastung ausgeht) WLAN und DECT kein Wort verliert.

Dieser Satz widerspricht sich m.E. in sich selbst. Die stärkste Strahlungsquelle ist das Handy bei der Benutzung. Dauerbelastung haben die Menschen durch das DECT-Telefon. Allerdings tatsächlich mit nicht zu vernachlässigenden Werten.

Die Broschüre schweigt sich auch über Details aus: dass z.B die Hauptsendekeule von der Rückseite des Handys ausgeht (gerade bei den "strahlungsarmen" Geräten), und Unbeteiligte in unmittelbarer Nähe hohen Belastungen ausgesetzt werden. Es wird von einem Gesundheitsrisiko gesprochen, wo bereits schon Erkrankungen aufgetreten sind. Bereits bei den Jugendlichen wird mit der verdummenden Risikokommunikation angefangen.

Sie haben nicht unrecht, mit Ihrer Meinung. Aber schlecht ist diese Broschüre trotzdem nicht. Mehr kann man zum jetzigen Zeitpunkt von öffentlichen Stellen nicht erwarten. Was mich eher stört, ist, dass solche Broschüren nur dann der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, wenn Menschen sich zu BI zusammenschließen und genau diese Arbeit betreiben. Es ist mir nicht bekannt, dass das BfS diese freiwillig an alle Schulen und Haushalte verteilt. Auch erscheint sowas nie in der Tageszeitung. Das sind solche "Alibibroschüren", die später dazu dienen sollen, dass man den öffentlichen Stellen nicht vorwerfen kann, dass nichts getan worden ist.
Gerade wegen solcher Vorgänge bin ich im Moment im Kontakt mit unserer Tageszeitung, weil ich denen vorwerfe, dass Mobilfunk eher spärlich aufgenommen wird, wenn dann meistens "pro Mobilfunk". Da eine Tageszeitung die größte Informationsquelle für die normale Bevölkerung sei, wäre es ihre Pflicht gerade solche Themen zu veröffentlichen, da nicht davon ausgegangen werden kann, dass Eltern, die ihren Kindern ein Handy kaufen sich zuerst auf der BfS Homepage informieren.

mfg
Doris N.


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