MedNIS: 181 statt 900'000 "Elektrosensible" (Stand: 31.12.2023) (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 02.04.2024, 00:39 (vor 78 Tagen) @ Gast

Bern, 08.09.2023 - Die Entwicklung der Mobilfunknetze wirft Fragen auf, auch im Gesundheits- und Umweltbereich. Im Auftrag des Bundesamts für Umwelt (Bafu) hat deshalb die Universität Freiburg (Fribourg) ein nationales medizinisches Beratungsnetz für nichtionisierende Strahlung (NIS) eingerichtet.

Dem im Januar vorgelegten Jahresbericht 2024 des Schweizer Projekts MedNIS zufolge wurden vom Projektstart im September 2023 bis 31. Dezember 2023 von den sieben Vertrauensärzten des Projekts 19 (kostenpflichtige) Untersuchungen an Personen durchgeführt, die sich für "elektrosensibel" halten. Die erste Untersuchung fand am 17. Oktober statt.

Die im September 2023 begonnene Rekrutierung für die Kohortenstudie des Projekts wird zwei Jahre lang kontinuierlich fortgesetzt, in denen mindestens 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer eingeschlossen werden sollen. Der erste Antrag auf Teilnahme erfolgte am 12. September 2023. Die ersten Papierfragebögen wurden am 26. Oktober 2023 verschickt und die ersten Online-Fragebögen wurden Anfang Januar 2024 verschickt.

An der Kohortenstudie haben bis 31. Dezember 181 Personen Interesse an einer Teilnahme bekundet.

Im Berichtszeitraum hat MedNIS 63 Telefonanrufe erhalten (75 Prozent davon von EHS) und 516 E-Mails. Die Website des Projekts wurde 2700-Mal aufgerufen (20 Prozent davon aus dem Ausland).

Das Projekt soll 2027 enden, bis dahin ist derzeit die Finanzierung des Projekts durch das Bafu gewährleistet.

Kommentar: Mutmaßlich vollzieht sich die Rekrutierung der mindestens 500 Teilnehmer an der Kohortenstudie nicht wie erwartet. So jedenfalls interpretiere ich den Aufruf von Elisabeth Buchs (Gigaherz) vom 27. März 2024, mit dem sie um möglichst zahlreiche Teilnahme an der Studie bittet. Da Gigaherz-Präsident Jakob gerne von bis zu 900'000 "Elektrosensiblen" in der Schweiz phantasiert, sollte die Mindestanzahl von Teilnehmern an der Studie eigentlich längst erreicht sein :-).

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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