Diagnose-Funk sieht sich als "relevanter Stakeholder" (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 28.02.2023, 21:50 (vor 478 Tagen) @ H. Lamarr

Die Belege machen es deutlich: Diagnose-Funk ist tatsächlich ein Stakeholder, jedoch kein relevanter, sondern ein irrelevanter.

Die Zuweisung, Diagnose-Funk sei ein "irrelevanter Stakeholder", dürfte unter den Besuchern dieses Forums weitgehend unstreitig sein. Doch der Begriff ist nebulös und bietet deshalb viel Interpretationsspielraum. Damit kommen wir der Antwort auf die Frage nicht näher, was "relevante" von "irrelevanten" Stakeholdern unterscheidet. Deshalb habe ich das Orakel ChatGPT um Auskunft gebeten ...

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Wie unterscheiden sich "relevante Stakeholder" von "irrelevanten Stakeholdern"?

Die Unterscheidung zwischen relevanten und irrelevanten Stakeholdern gilt auch in der Politik. In der Politik können relevante Stakeholder Gruppen oder Individuen sein, die direkt von politischen Entscheidungen oder Maßnahmen betroffen sind oder einen Einfluss darauf haben. Dazu können Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Verbände, Gewerkschaften, Interessenvertretungen, Medien und internationale Organisationen zählen.

Irrelevante Stakeholder hingegen sind in der politischen Entscheidungsfindung Gruppen oder Individuen, die keinen direkten Einfluss auf die Entscheidungen oder Maßnahmen haben oder keine direkte Betroffenheit erfahren. Ein Beispiel hierfür könnten ausländische Staaten sein, die keine direkten wirtschaftlichen, politischen oder sicherheitsrelevanten Interessen in einem bestimmten Land haben.

Die Identifizierung und Einbeziehung relevanter Stakeholder in politische Entscheidungsprozesse ist wichtig, um sicherzustellen, dass ihre Bedürfnisse, Interessen und Anliegen berücksichtigt werden und um die Legitimität und Akzeptanz politischer Entscheidungen zu erhöhen. Gleichzeitig kann die Einbeziehung irrelevanter Stakeholder in politische Entscheidungsprozesse unnötige Zeit- und Ressourcenverschwendung darstellen und den Entscheidungsprozess unnötig erschweren.

Gibt es eine Art Checkliste für politische Entscheidungsträger, um relevante Stakeholder zuverlässig von irrelevanten unterscheiden zu können?

Ja, es gibt verschiedene Ansätze und Checklisten, die politischen Entscheidungsträgern helfen können, relevante Stakeholder von irrelevanten zu unterscheiden. Hier sind einige Punkte, die in einer solchen Checkliste enthalten sein können:

1. Identifikation von betroffenen Gruppen: Identifizieren Sie die Gruppen oder Individuen, die direkt von der politischen Entscheidung betroffen sein werden oder die einen signifikanten Einfluss auf die Entscheidung haben könnten. Dazu können z.B. Betroffene, Interessenvertretungen, Experten und Medien zählen.

2. Analyse des Einflusses: Bewerten Sie den Einfluss jeder identifizierten Gruppe oder jedes Individuums auf die Entscheidungsfindung und das Ergebnis. Dazu können z.B. der politische Einfluss, die fachliche Expertise, die finanziellen Ressourcen und die öffentliche Meinung zählen.

3. Analyse der Interessen: Identifizieren Sie die Interessen jeder identifizierten Gruppe oder jedes Individuums und bewerten Sie ihre Bedeutung für die Entscheidung. Dazu können z.B. finanzielle Interessen, politische Ziele, soziale oder kulturelle Werte, Umweltschutz und Menschenrechte zählen.

4. Analyse der Legitimität: Bewerten Sie die Legitimität jeder identifizierten Gruppe oder jedes Individuums in Bezug auf die Entscheidung. Dazu können z.B. rechtliche, moralische oder ethische Gründe zählen, die ihre Position rechtfertigen.

5. Priorisierung: Priorisieren Sie die identifizierten Gruppen oder Individuen basierend auf ihrer Bedeutung für die Entscheidung und berücksichtigen Sie dabei den Einfluss, die Interessen und die Legitimität.

6. Kommunikation und Einbeziehung: Kommunizieren Sie Ihre Entscheidung transparent und effektiv an alle relevanten Stakeholder und binden Sie sie in den Entscheidungsprozess ein, wenn es angemessen ist. Achten Sie dabei darauf, dass Sie den Schutz der Privatsphäre und den Datenschutz beachten.

Diese Checkliste kann als Leitfaden für politische Entscheidungsträger dienen, um sicherzustellen, dass relevante Stakeholder identifiziert und angemessen berücksichtigt werden, während die Einbeziehung irrelevanter Stakeholder vermieden wird. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass jede Entscheidung von verschiedenen Faktoren abhängt und dass keine Checkliste eine einheitliche Lösung für jede Situation bieten kann.

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Wenn ich ChatGPT richtig verstehe, lässt sich Diagnose-Funk durch Einbindung in Entscheidungsprozesse unschädlich machen. Das wäre tatsächlich eine Überlegung wert. Der Verein sieht sich durch die Einbindung endlich anerkannt, darf seine irrelevanten Standpunkte auch vortragen, fühlt sich davon in seiner Eitelkeit gebauchpinselt – und muss am Ende erkennen, dass er sich mit seinen irrelevanten Standpunkten den versierter begründeten Standpunkten der anderen, aber relevanten Stakeholder, in einem Konsensbeschluss zähneknirschend beugen muss. Ja, obwohl Diagnose-Funk keinerlei Mandat hat, sich als Vertreter der Bürgerschaft aufzuspielen, ist dies wahrscheinlich gegenüber dem kategorischen Ausschluss sogar der bessere Weg, Querulanten und Profilneurotiker zumindest vorübergehend ruhig zu stellen. Unter dieser Maßgabe darf sich Frau Lemke gerne der "Expertise" von Diagnose-Funk bedienen, sich z.B. die alternativen Vorschläge von VLC/LiFi statt W-Lan in Schulen anhören, und dann doch – mit Tränen in den Augen – vernunftorientiert entscheiden :-).

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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