ChatGPT vs. "e=mc2" (Allgemein)

e=mc2, Samstag, 18.02.2023, 19:39 (vor 486 Tagen) @ H. Lamarr

Ich realisiere, dass ich etwas voreilig Erarbeitung von Normen und Richtlinien in einen Topf geschmissen habe. Der Chatbot belehrt mich, dass bei der Erarbeitung von Normen Industrievertretung die Regel ist. Dies aus nachvollziehbaren Gründen. Detailliertes Fachwissen ist häufig nur bei den Herstellern vorhanden. Bei Richtlinien ist es aber die Ausnahme, und definitiv nicht der Fall bei ICNIRP. So oder so sind der der Bot und ich uns einig, demokratisch gewählt sind diese Gremien nicht.

Ich meine deshalb, Chatbots werden trotz aller Wenn & Aber die Wissensbeschaffung revolutionieren:

Ist auf jeden Fall sehr nützlich. Das Problem ist halt einfach, dass der Bot nur wiederholt was im weiten Netz so kursiert. Und wenn da halt viele Stopfgänse tätig sind, kommt es auch entsprechend raus. Aber diesbezüglich ist ja der TAB Bericht auch nicht viel besser. Es werden Kritiken an ICNIRP wiederholt, ohne sich die Mühe zu nehmen, wirklich an der Quelle nachzuforschen, was zutreffend ist und was nicht, und welche Eigeninteresse bei den Kritikern vorherrschen. In dem Sinn, gerne ja, der nächste TAB Bericht darf gerne ein Chatbot schreiben. Ist günstiger für den Steuerzahler. Der Bericht ist ja bewundernswert vollständig, aber das schafft ein Bot auch. Hilfreich wäre aber eine fachlichere Beurteilung. Und da ist der Bericht, wie ein Bot, nicht besonders stark.
Konkret:
"Dazu wäre es notwendig, eine Gruppe von Personen zu identifizieren, die nachweislich eine spezifische Sensibilität hinsichtlich HF-EMF aufweisen.“
Genau, das ist der Punkt. Aber was bedeutet das, wenn das nach jahrzehnterlanger Forschung noch nicht gelungen ist? Das ist eine Plattitüde, die auch ein Bot machen kann.

"Da zur neuesten »5.« Mobilfunkgeneration (5G), die sich gerade in der Markteinführung befindet, noch kaum publizierte Forschungsergebnisse zu möglichen gesundheitlichen Auswirkungen vorliegen, konnte dieses Thema lediglich in Form eines prospektiven Exkurses behandelt werden."

Auch das ist korrekt aber nicht wirklich richtig. Welches fachlich-wissenschaftliche Argument spricht dagegen, dass man nicht aus der bisherigen Forschung auf 5G-Effekte schliessen kann? Biophysikalisch gibt m. E. keine Erklärung. Zum Vergleich, wenn Mercedes ein neues Auto auf den Markt bringt, gibt es auch keinen TAB-Bericht, der betont, dass genau zu diesem Feinstaubgemisch und dieser Lärmfrequenz noch keine epidemiologischen Daten vorhanden sind. Auch hier wäre mehr Einordnung wichtig, welche nur Experten liefern können.


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum