Diagnose Lippenbekenntnis: Heute – Querdenker-Chef Ballweg (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 07.09.2020, 12:59 (vor 173 Tagen) @ H. Lamarr

Wortreich distanzieren sich mit einer gemeinsamen Erklärung der Stuttgarter Anti-Mobilfunk Verein Diagnose-Funk und die sogenannte Kompetenzinitiative (KO-Ini) von rechtsradikalen, rassistischen und demokratiefeindlichen Strömungen, die angeben, gegen die Mobilfunkpolitik der Regierung zu sein. Prominent grenzen sich beide Vereine von Ivo Sasek und seinen Projekten ab (OCG, AZK, kla.tv ...). Klingt gut, ist aus meiner Sicht aber nur ein aus der Not geborenes Lippenbekenntnis, das auch noch viel zu spät kommt.

Früher als anderswo begann Michael Ballweg „Querdenken“-Demos zu organisieren. Vom Sturm auf den Reichstag distanziert er sich jetzt. Wie glaubwürdig ist das? Um es vorweg zu nehmen, die Abgrenzung ist dem Artikel zufolge ähnlich glaubwürdig wie die von Diagnose-Funk. weiter ...

Kommentar: Wie wäre es denn, würden sich lupenreine Querdenker auf Empfehlung der Theaterleitung auf Demos von den Trägern eindeutiger Symbole (Fahnen, Tätowierungen, T-Shirts, ...) räumlich distanzieren. Also sagen wir mal fünf Meter Abstand zu einer Person oder Gruppe halten. Dies wäre a) ein klares Signal der Abgrenzung, b) ein Mittel visuell zu quantifizieren wer Trittbrett fährt und c) würde es Fotografen Inselmotive bieten, die an Symbolkraft denen von der Treppe zum Reichstagsgebäude in nichts nachstehen. Diese Form der Distanzierung wäre mühelos, kostenlos und eindrucksvoll, sie müsste nur von der Leitungsebene unmissverständlich und mit Nachdruck an ihr Heer aus den Straßen weiter gegeben werden – wenn sie denn wollte. Dummerweise birgt das Experiment das Risiko, dass die sichtbar werdenden Inseln in Menschenmassen zuweilen größer wären als die sie umgebende Menge.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Stuttgart, Querdenken, Ballweg, Abgrenzung


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