Artur Firstenberg vs. Martin L. Pall (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 04.07.2019, 11:15 (vor 449 Tagen) @ H. Lamarr

Das Bundesamt für Strahlenschutz konnte die KOI mit der Pall-These nicht beeindrucken. Kurz darauf meldete mit Henry Lai ein bekannter US-Mobilfunkkritiker auf Dariusz Leszczynskis' Blog Zweifel an Palls These an. Am 28. Juni 2019 legte Leszczynski nach und schreibt ...

Mit Artur Firstenberg bekommt Leszczynski unerwartete Unterstützung aus einer eher dunklen Ecke der Mobilfunkdebatte. Denn der US-Amerikaner Firstenberg hält sich für "elektrosensibel", verlor eine Millionenklage wegen E-Smog-Immission gegen eine Nachbarin und ist Initiator des aus meiner Sicht bekloppten Online-Appells "Stop 5G on Earth and in Space", der nach bald einem Jahr Laufzeit noch immer vergeblich auf Leszczynskis Teilnahme wartet. Firstenberg ist kein Wissenschaftler, hat jedoch vor vielen Jahren einige Semester Medizin studiert. Mutmaßlich deshalb fühlt er sich berufen, als Gastautor auf dem Blog des Finnen das umstrittene pallsche EMF-Wirkmodell der spannungsgesteuerten Kalziumkanäle in Zellmembranen zu kritisieren. Leszczynski lässt Firstenberg in guter wissenschaftlicher Tradition zu Wort kommen, macht im Vorspann jedoch klar, dass er deshalb nicht automatisch die Meinung des Querulanten teilt.

Als Nachrichtentechniker fehlt mir die Kompetenz, Firstenbergs Ausführungen treffend beurteilen zu können. Doch allein schon der Umstand, dass Pall sich jetzt auch noch der Kritik eines "Elektrosensiblen" erwehren muss, ist für die ansonsten eisern verschworene Anti-Mobilfunk-Szene ein Novum.

Sollte dies der Beginn eines Bereinigungsprozesses sein, mit dem sich die internationale Szene von eher peinlichen Mitstreitern distanziert, stünde die deutsche Anti-Mobilfunk-Szene vor einem existenziellen Problem, denn deren exklusiv pseudowissenschaftlicher Unterbau würde infolge einer solchen Bereinigung rückstandsfrei zusammenbrechen. So ist es nur logisch, dass derzeit nichts darauf hindeutet, die Anti-Mobilfunk-Szene in den D-A-CH-Ländern würde ihren peinlichen Wortführern das Mandat zur unqualifizierten Hetze gegen EMF entziehen. Eine öffentliche Auseinandersetzung mit Palls Wirkmodell findet in unseren Breiten nicht statt, die meinungsmachenden Vereine schweigen diese für sie bedrohliche Entwicklung ausnahmslos tot. Vermutlich wird sich dies, wenn überhaupt, erst dann widerwillig ändern, wenn es nicht mehr anders geht. So wie die krampfhaft verschleierte befremdliche Karriere des Mobilfunkgegners Franz Adlkofer in der Tabakindustrie erst dann offen zugegeben wurde, nachdem diese nicht mehr zu leugnen war.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Leszczynski, Ko-Ini, Pall, Firstenberg


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