Land im Strahlenmeer: Wer ist Ursula Niggli? (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 14.11.2017, 19:01 (vor 730 Tagen)

Gigherz-Präsident Jakob spendiert eine ganze Seite seines Webauftritts, um für das 35 Euro teure Buch (460 Seiten) "Land im Strahlenmeer" die Werbetrommel zu rühren (Untertitel: Über die gesundheitlichen Auswirkungen von Funkstrahlungen bei Mensch und Tier - eine europäische Diskussion). Er macht das mit seinen begrenzten Mitteln und es wird auch klar, warum ausgerechnet er sich so ins Zeug legt (er durfte das Vorwort schreiben), doch wer zum Teufel ist die Autorin Ursula Niggli?

Ist sie eine seriöse Wissenschaftlerin, Pseudowissenschaftlerin, Journalistin, Betroffene, Schwerstbetroffene, Publizistin wie Werner Thiede oder gar Baubiologin? Darüber schreibt Herr Jakob keine Silbe, er tut so, als würde jeder Frau Niggli kennen. Ich aber muss gestehen: Obwohl seit 2002 mit dem Anti-Mobilfunk-Zirkus täglich auf Tournee, sagt mir der Name überhaupt nichts. Doch wer traut sich als Neuzugang von 65 Jahren gleich mit einem 460-Seiten-Wälzer loszulegen? Hier das Ergebnis der Recherche:

Klappentext zum Buch: Funkstrahlung und Elektrosensibilität sind ein brisantes Thema unserer Zeit. Elektromagnetische Felder (EMF) umgeben uns überall, niemand kann sich ihnen entziehen. Trotz der seit Jahrzehnten aufklärenden Schutzorganisationen wurden die gesundheitlichen Folgen bisher dementiert und klein geredet. Dieses Buch geht umfassend auf das Gesundheitsrisiko der sog. Nichtionisierenden Strahlung ein. Die Analyse und die vielen Detailinformationen wurden in spannend zu lesende „Geschichten“ verpackt, aber auch in einen historisch und geografisch weit ausgreifenden Kontext gestellt. Breit erörtert werden auch die alternative Diagnostik und Therapie versus die Stellungnahme der Schulmedizin. Auch wenn die Autorin ihren Recherchen konkrete Fallbeispiele aus der Schweiz zugrunde legte, sind die Folgerungen auf westliche Länder übertragbar. Ein Debattenbuch zur richtigen Zeit.

Ursula Niggli (Dr. phil.) hat in den letzten fünf Jahren 15 Elektrosensible interviewt und ein mobilfunkkritisches Buch daraus gemacht. Zusammen mit ergänzenden Kapiteln ist ein spannend zu lesendes, recht anspruchsvolles und umfangreiches Werk daraus geworden. Ihr erklärtes Ziel ist es, "Skeptiker vom Gesundheitsrisiko elektromagnetischer Felder zu überzeugen." (Quelle)

Dr. Ursula Niggli studierte Philosophie, Theologie und Mediävistik in Zürich, Heidelberg und Toronto. Seit 1987 ist sie Leiterin des philosophischen Instituts Paraklet in Zürich und hat mehrfach über Abaelard publiziert (Amazon).

Philosophisches Institut "Parakletunser", in Zürich , Turnerstrasse 6, Zürich 6, c/o Ursula Niggli. Unter diesem Namen besteht aufgrund der Statuten vom 6.12.1989 und 6.3.1990 ein Verein.

Zweck: Förderung von Studium und Erforschung der mittelalterlichen Philosophie und Religionsphilosophie.

Mittel: freiwillige Mitgliedsbeiträge.

Organe des Vereins: Mitgliederversammlung und Vorstand von 3 Mitgliedern. Die Präsidentin des Vorstandes führt Einzelunterschrift. Der Verein wird vertreten durch Dr. Niggli Ursula, von Zürich, in Zollikon, Präsidentin des Vorstandes, mit Einzelunterschrift. (Moneyhouse)

Ursula Niggli ist Philosophin und kämpft seit Jahren um die Anerkennung ihrer Habilitation an der Universität Zürich. Sie führte eine Untersuchung über Ungerechtigkeiten im Habilitationsverfahren durch und veröffentlichte zu dieser Thematik mehrere Artikel und Bücher. Auch parlamentarisch versuchte sie sich Gehör zu verschaffen. Im Oktober 1992 veranstaltete sie die internationale Konferenz "Frauen und Wissenschaftspolitik" in Zürich, in deren Folge sich das Netzwerk UWIN - University Women's International Network - gründete. Im vorliegenden Interview berichtet Niggli über die sich über mehrere Jahre hinziehende Ablehnung ihrer eigenen Habilitation, über ihre universitätspolitischen Schriften, in denen sie sich mit Verfahrensfragen, Mangel an Sachkompetenz und Zivilcourage an der Züricher Universität, fehlender Gewaltentrennung und Willkür in den hochschulinternen Qualifikationsverfahren auseinandersetzt. Weiter berichtet Niggli über Auseinandersetzungen um die Frauenförderungskommission an der Universität Zürich, über das 1987 von ihr gegründete Philosophische Institut "Parakletunser" und über das Netzwerk UWIN (Quelle).

"Ursula Niggli" + Elektrosmog: Treffer bei Google
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Kommentar: Game over. Next player

[Admin: Text am 15.11.17 geringfügig ergänzt.]

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Buch, EHS-Geschichte, Zivilcourage, Pseudowissen, Interview, Selbstverlag, Niggli


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