Berufliche Qualifikation des Diagnose-Funk-Personals (Allgemein)

Robert, Dienstag, 14.01.2014, 23:38 (vor 2325 Tagen) @ cassandra

Weiss jemand genaueres?

Scheint halt wieder sowas zu sein:
http://kepler-institut.at/ausbildung.htm

Zitat:
"Für die Ausbildung werden keine astrologischen Kenntnisse vorausgesetzt!
Nach 2 Jahren, mit Abschluss der Ausbildung, erhalten alle Teilnehmer ein Abschlußzertifikat.
Das Diplom des Kepler Instituts kann danach über Diplomarbeit/
Diplomprüfung erworben werden."

Die 2 Jahre "Ausbildung" sehen so aus:
"Die Ausbildung findet in Wochenend-Einheiten im Abstand von
ca. 4 Wochen statt. Kurszeiten: Sa. 14-19h, So. 10-17h.
Die ersten 3 Semester beinhalten je 6 Wochenenden, im 4. Semester finden 7 Wochenend-Seminare statt.
Unsere umfangreiche Ausbildung umfaßt somit 25 Wochenend-Seminare innerhalb von 2 Jahren. Juli und August sind unterrichtsfrei.

Kosten: pro Seminarwochenende Euro 210.-."

25 Wochenendseminare mit jeweils 5+7=12 Stunden (vergessen wir mal die Pausen) macht max 12*25= 300 Stunden, entspricht keine 2 Monate. Kostet 25*EUR210= EUR 5250.- pro Nase.

Entsprechend "intensive" Ausbildungen habe ich oft bei Bau-, Elektro- und sonstigen Biologen bestaunen dürfen. Eigentlich sind nie irgendwelche Vorkenntnisse erforderlich, vom Schulabschluss ganz zu schweigen. 18 Jahre sollte man aber schon sein, damit der Vertrag für die "Ausbildung" rechtskräftig ist.


Man stelle sich mal vor:
Beim Metzger ums Eck haben die Leute den Beruf in Wochenendseminaren gelernt. Kauft man da mit gutem Gewissen seine Weisswurst oder das Gehackte?
Die Bremsen lässt man sich von einem reparieren, dem das in 8 Wochen eingetrichtert wurde (daneben auch noch Elektronik, Getriebe,...)?
Das Kind bringt man in den Kindergarten, wo die Erzieherinnen einen 2-Monats-Trash-Kurs durchlaufen haben?


Über den Wert solcher "Ausbildungen" brauchen wir nicht zu reden.
Wenn einer seinem Namen so etwas wie Dipl-Astrologe voranstellen muss, gibt er sich der Lächerlichkeit preis (ist doch eigentlich schon Astrologe Witz genug).

Meine erste Ausbildung dauerte 3 Jahre Vollzeit, 5 Uhr aufstehen und dafür gab es kein Diplom sondern einen Facharbeiterbrief. Bin ich heute noch stolz drauf!

--
Niemand ist unnütz.
Man kann zumindest noch als schlechtes Beispiel dienen.

Tags:
Interessensorientiert, Zertifikat


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum