Gesundheitsbeschwerden wegen Elektrosmog selten (Forschung)

H. Lamarr @, München, Freitag, 25.10.2013, 21:43 (vor 2242 Tagen) @ Kuddel

... Könnte man den Umkehrschluß ziehen, dass alle Schweizer Anti-Mobilfunkvereine zumsammen auf jeden Fall weniger als 155 sich "betroffen" wähnende Mitglieder haben ?

Ja, das kommt hin. Die tatsächliche Anzahl ist aller Voraussicht nach noch deutlich kleiner als 155, denn die einzige EHS-Sebsthilfegruppe in der Schweiz hat eigenen Angaben zufolge ungefähr 30 Mitglieder. Ob diese Anzahl heute noch gilt bezweifle ich, einige der alten Herrschaften sind inzwischen verstorben und der Nachwuchs ist rar, denn als richtiger EHS-Phobiker muss man schließlich auf allerlei Komfort verzichten. Das Ende der EHS-Szene kommt in ein paar Jahren, wenn die Generation "Handy" alt geworden ist. Dann werden sich die Leute lieber andere Phobien zulegen, als sich von dem in Jahrzehnten angewachsenen Kunstorgan "Handy" zu trennen. Natürlich wird es weiter Ausnahmen geben wie unseren "Noni", der angeblich auf Basisstationen reagierte (deshalb bekam er von seiner Lebensgefährtin einen Anti-Mobilfunk-Schutzzaun geschenkt), mit dem Handy aber beschwerdenfrei telefonieren konnte. Doch dies gehört mMn aufs Oktoberfest ins Kuriositätenkabinett des Schaustellers Schichtl - denn glaubhaft zu vermitteln ist dies der Bevölkerung nicht.

Die Szene der Elektrosensiblen war seit jeher klein und zumindest in Deutschland schrumpft sie mittlerweile. Nach außen hin versucht eine handvoll EHS-Missionare in den Medien den gegenteiligen Eindruck zu erwecken, die Anzahl der Betroffenen würde rapide steigen. Alles nur Zwecklügen, um den Sturz ins Nichts abzufedern. Das Motiv kennen Sie: BBs gebrauchen überzeugte EHS so wie früher Bergleute Kanarienvögel. Die Zeit arbeitet jedoch gnadenlos gegen EHS, mit jedem neuen ereignislosen Jahr in der Digitalfunkära wird der mahnend erhobene Zeigefinger der EHS und derer selbsternannter Schutzpatrone kürzer und kürzer, es fehlt an allem, an Leuten, an Glaubwürdigkeit, an guten Argumenten, an Belegen, an Interesse ...

Warum die Agonie überhaupt so lange dauert liegt an den Medien. Wir haben mMn zuviel davon, denn dies führt zu einer Verflachung des Angebots, um Seiten und Sendezeiten voll zu kriegen darf man nicht mehr wählerisch sein. Damit sind die Medien anfälliger geworden für lancierte Meldungen, wie wir sie im Bereich Mobilfunk seit langem kennen. Da wird dann das vermeintlich tragische Einzelschicksal eines EHS wie unseren fleißigen Uli W. von den Medien ungefähr 2-mal pro Jahr riesengroß auf die DACH-Länder projiziert. Mit Folgen: Die Leute erschauern, BBs zücken die Auftragsbücher, EHS-Vereine bekommen zwei Mitglieder mehr und irgendein Verband sagt sich, das Geld, das er in seine viralen Marketingkampagnen investiert, ist gut angelegt.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Geschäftsmodell, Werbung, Selbsthilfegruppe, Phobiker


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