Terror eines Elektrosmog-Gegners: ein Hilferuf (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 13.07.2011, 17:02 (vor 3067 Tagen)

Überzeugte Elektrosmog-Gegner können zuweilen den sozialen Frieden in einer Gemeinde empfindlich stören, Eltersdorf in Franken ist dafür ein plakatives Beispiel. Doch es gibt auch Zwist, wenn Sender nur Zigarettenschachtelgröße haben. Hier dazu ein authentischer und verzwickter Fall, für den es augenscheinlich keine Lösung gibt, beide Seiten zufrieden zu stellen.

Sachstand: Es ist eine dieser kleinen Schweizer Gemeinden, in denen jeder jeden kennt und sich Dinge schnell herumsprechen. Die Schröders (Name geändert) haben in der Gemeinde einen gesellschaftlichen Rang, den sie nicht aufs Spiel setzen möchten. Denn die Schröders haben ein Problem mit einem Wohnungsnachbarn, der sie unter Druck setzt, weil sie die Unverfrorenheit haben, ein Schnurlostelefon (DECT) zu benutzen. Der irrationale Streit um die harmlosen Funkwellen zieht sich schon seit geraumer Zeit hin und begann eher unspektakulär. Als der Nachbar seine Sorge über die Funk-Emission aus der Nachbarwohnung kund tat, ersetzten die Schröders umgehend ihr DECT gegen ein strahlungsarmes Modell, das im Ruhezustand nicht mehr sendet. Doch das ist dem Nachbarn zu wenig. Er besteht darauf, dass die Schröders überhaupt nicht mehr mit DECT telefonieren. Zu diesem Zweck hat er sich ein Messgerät angeschafft, mit dem er jedes DECT-Gespräch der Schröders sauber protokolliert und dem genervten Paar damit Vorhaltungen macht. Doch die Schröders lassen sich nicht einschüchtern, sie telefonieren weiter mit ihrem DECT und deshalb eskalierte der Streit, der Elektrosmog-Gegner, so erzählt Frau Schröder, beleidigt, schikaniert und bedrängt sie derart, dass es anfange, sich negativ auf die Lebensqualität auszuwirken. Die Frau sagt, sie wolle einfach nur in Frieden dort leben. Wegen ihrer gesellschaftlichen Position wollen die Schröders Aufsehen vermeiden, zumal ihr Kontrahent bereits damit gedroht hat, "an die Öffentlichkeit" zu gehen. Müßig zu erwähnen, der Nachbar informiert sich auf den bekannten Panikseiten der Szene und ist folglich mit Sachargumenten nicht mehr erreichbar.

Die Frage ans Forum lautet nun:

Wie kommen die Schröders da am besten raus?

Nein, ausziehen wollen sie wegen der irrationalen Angst des Nachbarn nicht.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Einschüchterung, Nachbarn, Eltersdorf


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum