DECT-Experiment - so soll es nach Plan stattfinden (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Freitag, 10.06.2011, 22:23 (vor 4194 Tagen) @ Kuddel

Diese Annahme von Frau Havas zeigt, daß sie von "Funk" herzlich wenig versteht.

In einer realen Umgebung mit Wänden, Möbeln und Kabeln, bilden sich Stehwellen aus, die dafür sorgen, daß schon eine Positionsänderung um wenige cm eine Pegeländerung von mehreren dB hervorrufen kann. Außerdem bezweifle ich, daß die Positionierung der Probanden zum DECT in allen Versuchen absolut identisch war.

Also ich stelle mir unseren kleinen DECT-Test so vor:

1) Als Feldquelle nehme ich das Handteil unseres C385.
2) Damit die Leistungsregelung am Handteil die Sendeleistung nicht runterfährt, mache ich den Test in einem anderen Raum, der durch zwei Betonmauern ca. 7 Meter von der DECT-Basis weg ist. Damit sollte das Handteil auf volle Pulle gehen.
3) Zunächst werden Brustgurt und Empfangsteil des Herzfrequenzmessers so aufeinander abgestimmt, dass die Anzeige den normalen Puls zeigt.
4) Dann baue ich mit dem DECT-Handteil eine interne Verbindung zum zweiten Handteil auf und nähere mich aus anfänglich ein paar Metern Abstand langsam dem Probanden bis die Puls-Anzeige anfängt zu spinnen. In diesem Abstand das Handteil nun ein und ausschalten und beobachten, ob die Anzeige der Pulsuhr die Versuchsperson zum EHS deklariert.
5) Erreichten Abstand notieren, anstelle des Empfängers die Knatterbüchse in gleichem Abstand hinhalten, um wenigstens annähernd die Empfangsfeldstärke zu bestimmen (Peak).
6) Pulsuhr-Empfänger wieder zurück in Position bringen und durch kontrolliertes langsames Verschieben des Empfängers gegenüber dem Brustgurt versuchen Stellen zu finden, wo die Anzeige wieder normal ist. Die Verschieberichtung ist so, dass der Abstand zwischen Gurt und Empfänger sich nur möglichst wenig verändert (also parallel zum Gurt).
7) Weil die Knatterbüchse breitbandig misst, würde ich am Schluss noch die Immission bei ausgeschaltetem DECT und ohne Pulsuhr messen. Diesen Messwert würde ich vom oben (5) gemessenen Wert abziehen, um den Wert der DECT-Befeldung zu bekommen (die Emission des Brustgurtes halte ich für vernachlässigbar, evtl. kann ich die noch messen, über die Frequenz dieses Senders habe ich im Handbuch nichts gefunden).

Viel mehr als 1 Stunde Zeit möchte ich in das Experiment nicht investieren, wissenschaftliche Ansprüche erhebt es sowieso in keiner Weise, es soll im wesentlichen nur zeigen, wie ein Polar-Herzfrequenzmessgerät (Typ M51) reagiert, wenn man ihm mit einem sendenden DECT-Handteil zu nahe kommt.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
DECT-Basisstation


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