Bürger gegen Polizeifunk (Allgemein)

Doris @, Samstag, 26.09.2009, 01:25 (vor 4876 Tagen) @ H. Lamarr

Was dann passiert, wenn irgendwo ein Sendemast errichtet werden soll, kann man sich z.B. hier ansehen (6-min-Video), da geht es um Polizeifunk, der Protest dagegen ist wie ein Abziehbild der kolportierten Parolen aus der Mobilfunkdebatte:

ja ist doch klar. "Eine Gemeinde in Osterholz". Die haben doch eine recht aktive BI vor Ort. Heute, ne, ein Blick auf die Uhr sagt - gestern, hat doch KlaKla gerade auf die Osterholzer aufmerksam gemacht. Über die aktive von der Bürgerwelle geprägten Brigitte B. haben wir schon mal diskutiert.

die Leute haben Angst, wissen aber nicht genau warum und wovor und greifen sich deshalb aus den Regalen der einschlägigen Websites dankbar die dort tonnenweise angebotenen Scheinargumente, die bei Licht betrachtet dahinschmelzen wie Eis in der Sonne.

ja, die Leute haben wirklich Angst, und zwar vor Sendern. Und momentan sind es einfach die Tetrasender, die in den Mittelpunkt der Kritik rücken. Ein Blick auf die Seite der Bürgerwelle zeigt immer, wie sehr die Leute durch einseitige Aufklärung verunsichert werden. Während die einen für hohe Masten außerhalb der Ortschaften plädieren, fürchten die anderen wieder genau diese. Aufgefallen ist mir schon häufig, dass hohe Masten häufiger als Bedrohung gesehen werden. Das erklärt vielleicht auch, dass das kleine nette Handy eben gar nicht gefürchtet wird. Wir machen in unserer BI auch immer wieder die Erfahrung, dass die Leute WLAN mehr fürchten als DECT. Bzw. anders ausgedrückt, bei WLAN ist den Leuten wohl bewusster, dass es Funktechnik ist als bei DECT. Warum das so ist, weiß ich auch nicht.
Aber die Furcht vor Masten tritt nicht nur in Deutschland auf. Wenn Sie bei Mast.victims reinschauen, dann gibt es Protestaktionen gegen Mobilfunkmasten aus den entlegendsten Ländern.

Und die Politiker sind entweder selber unsicher oder sie bedienen sich der Ängste um Wählerstimmen zu ergattern. So fordern die Grünen in Oberstdorf ein Mobilfunk-Leitbild. Die sollen sich mal mit den Pfrontener unterhalten, was das letztendlich für einen Sinn macht, außer Verschwendung von Steuergeldern. Und dann sind die doch wohl ein bisschen spät dran. Wir haben seit 15 Jahren Mobilfunk und der ist wohl auch in Oberstdorf angekommen. Also wie telefonierten die denn die letzten Jahre. Wegen einem neuen Sender, der da hinzukommt ein Mobilfunk-Leitbild zu fordern, ist wohl etwas arg naiv.
Wenn die Parteien wirklich für die Strahlenminimierung ihrer Bevölkerung was Sinnvolles tun wollen, dann gäbe es eine bessere Idee. Die sollen mit dem Geld den Leuten ein strahlungsarmes DECT kaufen. Das kurbelt die Wirtschaft an und macht, was die Strahlenminimierung durch Dauerstrahler betrifft, wesentlich mehr Sinn ;-)

Tags:
Bürgerwelle, Die Grünen, TETRA, Inkompetenz, Steuer


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