Einspruch, spatenpauli (Forschung)

Alexander Lerchl @, Dienstag, 25.11.2008, 15:42 (vor 4081 Tagen) @ H. Lamarr

Im Falle der Wiener-Studien kam freilich die Initialzündung, diese Studien anzugreifen, gar nicht von Lerchl - sondern aus Kreisen der Mobilfunkkritiker! Der erste Hinweis (an Lerchl), dass mit den Daten der Wiener Studien etwas nicht stimmen könne, kam von einem Kritiker, den ich wegen seiner strikt sachlichen Haltung in der Debatte sehr schätze, obwohl er alle Voraussetzungen hätte, genauso "dramatisch" und "aufbauschend" in der Debatte mitzumischen, wie dies andere machen. Aber: er tut's nicht. Weil er weiß, dass dies der falsche Weg ist. Er ist nur an der Wahrheit interessiert. Und deshalb hat er - obwohl er mMn mit zum Besten gehört, was die kleine Fraktion der fachlich versierten Kritiker zu bieten hat - ziemlich selbstlos und für Fanatiker ganz und gar unverständlich diesen Stein gegen die Wiener-Studien ins Rollen gebracht.

Das müssen Sie mir erklären (ich müsste es ja eigentlich wissen :-) ). Die Ergebnisse meiner statistischen Untersuchungen begannen im Sommer 2007, ohne dass mich jemand darauf gebracht hätte. Vielmehr habe ich das erste paper (Mutation Research 2005) und den Leserbrief von Vijayalaxmi sowie die Antwort von Rüdiger gelesen und ausgewertet. Da war niemand sonst involviert.

Ansonsten haben Sie aber Recht: dass jetzt nicht mehr von der Statistik geredet wird (die das A und O der Vorwürfe sind), gehört zur Strategie, das alles unter den Teppich zu kehren. Zur Erinnerung: der Herausgeber des 2008 papers hat zwar einen windelweichen "Expression of Concern" herausgegeben, in dem er schreibt, den Daten nicht mehr zu trauen (!), die Arbeit ist aber immer noch nicht von ihm oder vom Verlag zurückgezogen worden.

Beste Grüße,

Alexander Lerchl

Tags:
Vijayalaxmi


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