Vielfalt und Entwicklung der Umweltlast (Allgemein)

JoJo, Montag, 10.11.2008, 10:42 (vor 5137 Tagen)

Seit langem beobachte ich die Umweltlast in meiner Umgebung.
Begonnen habe ich damit etwa ab 1980 ernsthaft. Eine NVA-Radaranlage machte jede Tonbandaufnahme sauberen Klanges unmöglich. Ständig war das Knattern im Hintergrund. Das war der Auslöser.

In den letzten Wochen nahm die Umweltlast wieder zu. Der Grund ist banal. Der Laubfall im Herbst.

Wenn ich aus dem Fenster schaue sehe ich mehrere Mobilfunkmaste. Der nächstgelegene Mast (200..300m) wird durch Laubbäume verdeckt. Jetzt ist das Laub weg und die Umweltlast ist vor meinem Fenster auf ca. 1000µW/cm² angestiegen. Fast alles was es an Sendern gibt, steht auch in meiner Umgebung. Von Radar, über Wimax, DECT und WLAN bis hin zu Energieversorgung, Richtfunk, Mobilfunk und Sicherheitsanwendungen.

Typisch ist dabei eine stark inhomogene Zusammensetzung und Verteilung der Belastung. Zeitlich und örtlich gibt es extreme Schwankungen. Messwerte haben bei mir eher gar keinen Wert. Es ist so ein wildes sich ständig änderndes Gemisch aus vielen verschiedenen Lasten, dass man fast alles messen kann.
Wenn ich messe so schwanken die Werte ja nach Situation um mehrere Zehnerpotenzen. An einem Messort, mit einem Messgerät, über einen Tag gibt es Schwankungen von bis knapp über 1:100. Dazu kommen noch ortsabhängige Schwankungen, Nahfeldbedingungen, NF-Belastungen u.a. Kurios ist, dass es Einwirkungen gibt die ihr Maximum regelmäßig gegen Mitternacht erreichen.

Dieses Chaos der Einwirkungen ist sicher nicht nur bei mir vorhanden. Da bin ich sicher. Es ist wohl eine der Ursachen warum viele Studien nicht reproduzierbar sind. Unsere Vorstellung von der Umwelt ist wohl zu einfach.

Tags:
Radar, Strahlenmix, Basisstation


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