RE: Wie soll das nur klappen - 2 (Allgemein)

krause99, Freitag, 16.11.2007, 21:44 (vor 5563 Tagen) @ H. Lamarr

4. Einführung einer harten Zensur (auf Regeleinhaltung) und eines "Peer Review" (Blick auf fachliche Inhalte von dritter Seite vor der Veröffentlichung) für "offizielle Meldungen der Kritiker".

Wer soll diese Aufgaben denn wahrnehmen? Die paar Leute, die das könnten und wollten wären hoffnungslos überlastet, zeitnahe Reaktionen wären praktisch nicht mehr möglich. Ich male mir gerade aus, wie ich mit Zwerenz, Waldmann-Selsam und Scheiner ringe, nur um eine neue Meldung auf die IZgMF-Seite zu hieven, die dann der vielen Korrekturen wegen nur noch eine nichts-sagende Kompromisslösung ist.

Ich verlange den "Peer Review" doch nicht für Meldungen über externes Geschehen, die Sie als News auf Ihre Website stellen oder als Aufmacher für einen neuen Thread. Das ist völlig überflüssig und liegt einzig in der Verantwortung der Quelle. Mir geht es um das öffentliche Nachdenken über und Interpretieren von Meldungen. Das muss nicht im selben Atemzug passieren, wie die Meldung erscheint. Das doch zu tun, mag für Journalisten bestimmt ein großer Ergeiz sein, aber ich denke, wir wollen nicht unser Ego befriedigen, sondern den Lesern des IzgMF-Webs sachlich fundiert / geprüft die (Mehrheits-)Meinung der Kritiker zu dieser Meldung präsentieren.
Dass dies erheblicher Aufwand ist, werde ich nicht bestreiten. Würde dieses Vorgehen jedoch durchgesetzt, so vermute ich eine überraschende Entdeckung: die riesige Flut von Kreuz- und Quermeldungen (mit hastigem Kommentar) die wohl die meisten von uns täglich erhalten, würde schrumpfen und verkraftbar werden.

Nein, damit komme ich überhaupt nicht klar, dieser Punkt ist aus meiner Sicht ein nicht überlebensfähiges Retortenbaby, das nur einen langweiligen Einheitsbrei produzieren würde.

Sehe ich nicht so: Haben Fundis und Realos eine unterschiedliche Interpretation einer externen Meldung, so kann man doch beide parallel - entsprechend gekennzeichnet - veröffentlichen.

Es gibt doch nicht umsonst eine Vielzahl von Zeitungen, für jeden eben das passende.


Klar, aber den Unterschied ist halt, dass die nicht jeden Kommentar eines anders denkenden Kollegen als Scharlatanerie oder als Überläufer bezeichnen.

Warum sollten Fundis & Realos nicht parallel existieren wie dies SPD und CDU können, Ka-tholiken und Protestanten, Republikaner und Demokraten, Prostitution und Moralapostel?

Sehe ich auch so, ansonsten siehe sinngemäß voriges Statement. Wenn die alle mit den z.Z. in den Rundmails und im Forum benutzten Ausdrücken arbeiten würden, dann hätten Rechtsanwälte in ganz Deutschland Hochkonjunktur.

Wenn es stimmt, dass der Krieg der Vater aller Dinge ist, dann soll es eben zwischen den Lagern funken - damit's generell besser wird.

Nein! Weder ist der Krieg Vater aller Dinge, noch löst er Probleme und besser geht hinter her nur den Kriegstreibern (also den Leuten hinter den Kulissen).

5. Ein "Nice to have": d.h. ein Koordinierungsteam, das die derzeitige Flut von Kritikerinfos an Kritiker wieder abschwellen lässt. Was meine ich damit? Wenn ich z.B. den Hinweis auf die Reportsendung 8 mal erhalte, so sind mindestens 6 davon überflüssig. Auch wenn dieses Benachrichtigen von "jedem an jeden" gut gemeint ist, frage ich, wer das denn noch verkraften kann? Ausserdem ist unser Verhalten in diesem Punkt völlig unprofessionell. Lassen Sie uns bei Organisationen wie Attac oder Foodwatch oder Regenwald abschauen, wie es besser geht.

Ja, das Problem der Doubletten ist bekannt. Im Grunde würde ein zentral organisierter Super-Newsletter, der sauber in Rubriken eingeteilt ist, dieses Problem lösen.

Ja, das meine ich.

aber wer wird seinen eigenen Newsletter schon zugunsten eines einzigen aufgeben?

Wie war das mit dem Ego?:-P

Die absolute Wirkungslosigkeit der Fundis außerhalb der eigenen Anhängerschaft hat dazu geführt, dass sich eine kleine Realo-Gruppe gebildet hat.

Stop, ich sehe doch große Wirkung: Viele Fundis halten viele Vorträge und mobilisieren viele Bürger. Danke dafür. Nur viele mobilisierte Bürger können Politiker zwingen im Sinne von Gesundheitsvorsorge zu handeln. Der "Pferdefuß": die aus Sicht der Realos unrealistischen Forderungen an die Politiker. Zugegeben, kein einfache Aufgabe, das zu korrigieren. Ich glaube, dass hier einige interne Meetings Annäherung oder Kooexistenz schaffen. Denn z.B. wirbt inzwischen Dr. von Klitzing für lokale Mobilfunkkonzepte.

Beide stehen nun im Wettbewerb und jeder glaubt, das Richtige zu tun. Wer wirklich das Richtige tut, entscheiden nicht die beiden Lager, sondern letztlich die Adressaten der verbreiteten Botschaften: Bürger, Journalisten und Politiker. Und wenn für zwei Lager kein Platz ist, dann entsteht ganz automatisch Verdrängungswettbewerb.

OK, Wettbewerb "ja", Krieg "nein", lassen Sie uns anfangen und z.B. die KIM dafür gewinnen.


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