Lobby, Geld für tendenziöse Meldungen? (Allgemein)

KlaKla, Dienstag, 30.10.2007, 09:10 (vor 4740 Tagen) @ Doris
bearbeitet von KlaKla, Dienstag, 30.10.2007, 09:30

Spiegel-online reagiert umgehend auf die Report-Sendung

Ich glaube, die Anderen kommen auch noch.


Die Telekom war im Jahr 2000 die Firma mit dem größten Werbebudget im Land.

Auszug: Der Wirtschaftsredakteur Klaus-Peter Kerbusk, der sich unter anderem mit der Telekommunikationsbranche befasst, bestätigt die Recherche: Sie habe ihn sechs Wochen gekostet und bis nach Schweden geführt. Veröffentlich hat er am Ende nicht. Warum? "Es gab in der Redaktion", sagt Kerbusk, "sehr unterschiedliche -Auffassungen über die möglichen Risiken und Gefahren durch die Handystrahlung". Näheres will er dazu aus verständlichen Gründen nicht sagen.

Aber Fakt ist, dass ein Chefredakteur Stefan Aust zu jenem Zeitpunkt Mitglied des Medienberaters der Deutschen Telekom war. Dieses seltsame Gremium, das aus 20 Medienleuten und -politischen bestand und zwischen 1997 und 2002 tagte, soll den Vorstand der Deutschen Telekom - gegen Honorar in medien-politischen Fragen beraten.

Der Medienjournalist Oliver Gehrs nennt in seinem Aust-Buch "Der Spiegel-Komplex" (Droemer München 2005) dieses Gremium das "perfekte Instrument der Landschaftspflege". Die Freunde der Telekom waren breit gestreut: Neben Spiegel-Mann Stefan Aust saßen in dem Gremien u.a. Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement, Noch-Medienmogul Leo Kirch, der Chefredakteur des Focus, Helmut Markwort, ntv-Geschäftsführer Karl-Ulrich Kuhlo, ZDF Intendant Dieter Stolte und MDR-Intendant Udo Reiter.

Quelle: Das ödp-Journal Nr. 136 November 2007 Seite 13 von Uwe Krüger


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