Hessen: Kultusministerium löscht "Mobilfunk-Kinderflyer" (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 07.06.2012, 19:48 (vor 2737 Tagen)

Am 12. Januar 2012 frohlockte "Hesse" im hese-Forum:

******* Zitat Anfang ********

Hessisches Ministerium empfiehlt den Mobilfunk-Kinderflyer

Hessisches Kultusministerium empfiehlt den Mobilfunk-Kinderflyer auf seiner Homepage

Text auf der Homepage des Kultusministeriums:

„Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. — Mobilfunkstrahlung-besonderes Risiko für Kinder und Jugendliche.

Kinder und Jugendliche reagieren besonders empfindlich auf elektro-magnetische Strahlen, da ihre Köpfe kleiner, die Schädelknochen dünner und die Strahlungsaufnahme im Gewebe damit stärker ist. Die Herausgeber des Flyers raten dazu, bei Kopfschmerzen, Unruhe und Tagesmüdigkeit von Kindern, Mobilfunkstrahlung als mögliche Ursache in Betracht zu ziehen und diese oder ähnliche Beschwerden ernst zu nehmen.
Heribert Wefers, BUND-Experte für elektromagnetische Strahlung: "Viele Beschwerden von Kindern, ...

http://www.schuleundgesundheit.hessen.de/themen/umweltbildung-bildung-fuer-eine-nachhal...

******* Zitat Ende ********

Wem das alles ein bisschen zu wirr ist, es geht um den unsäglichen "Gemeinschaftsflyer zu Kinder und Jugendliche", den Diagnose-Funk, BUND, Stiftung Pandora und natürlich die sogenannte Kompetenzinitiative gemeinsam fabriziert haben.

Zum Bedauern von "Hesse" teilen wir mit, dass auf der verlinkten Website des HKM keine Spur dieses Gemeinschaftsflyers mehr zu finden ist. Die dilettantisch gemachte und vor allem ungeniert tendenziöse Publikation wurde rückstandsfrei von der Website des hessischen Kultusministeriums entfernt. Wir (IZgMF) sehen darin einen Sieg der Vernunft über unverantwortliche Panikmache.

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Hessen: Kultusministerium löscht "Mobilfunk-Kinderflyer"

KlaKla, Freitag, 08.06.2012, 13:19 (vor 2736 Tagen) @ H. Lamarr

Anzunehmen ist, dass Dr. Karl Richter seine Informationen für diesen Flyer aus Sekundär Quellen des Internets zog und nicht weis was blau markierter Text mit Unterstrich bedeutet.

Die dargebotene Information des Flyers ist mangelhaft und irreführend. Verantwortlich zeichnet der em. Prof. Dr. Karl Richter. Der BUND trägt zur Verbreitung bei und Dr. Karl Richter ist ein Berater des BUND zum Thema Mobilfunk gewesen. Ihn bzw. seine Arbeit zu kritisieren wird in diesen Kreisen einem Verrat gleich gestellt zumal alle irgendwie im Boot der geschäftlichen Nutznießer sitzen.

Zurück zum Flyer, Richter behaupte: Viele Studien belegen einen widerspruchsfreien Zusammenhang zwischen Mobilfunkstrahlung und folgenden typischen Gesundheitsbeeinträchtigungen, die alle Altersstufen betreffen können:
Erschöpfung, (Ein-/ Durch-) Schlafstörungen, ... etc.

Laut einer internen Erhebung des Bundesamts für Strahlenschutz leiden ca. 4,8 Millionen Menschen permanent unter solchen Störungen. Ihre Anzahl nimmt ständig zu. Eine Münchener Studie von 2008 ermittelte, dass sich
9% der an ihr beteiligten Minderjährigen – das sind für ganz Deutschland gut 1 Millionen Kinder und Jugendliche – von Mobilfunkstrahlung beeinträchtigt fühlen.

Herr Richter nennt die Münchener Studie nicht. Es kann sich hier mWn nur um die
"MobilEe - Mobilfunk: Exposition und Befinden" handeln.
Sie bestätigt Richters Aussage nicht sonder verdeutlicht die Irreführung.

Auf Seite 76 steht folgendes: Laut einer im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) im Jahr 2006 durchgeführten Umfrage attribuierten in Deutschland 9% der Allgemeinbevölkerung über 14 Jahren gesundheitliche Beeinträchtigungen auf elektromagnetische Felder des Mobilfunks (Institut für angewandte Sozialwissenschaften (infas) 2006). Im Rahmen einer weiteren deutschlandweit durchgeführten Querschnittsstudie brachten 10% der Befragten (ab 14 Jahren) gesundheitlichen Beeinträchtigungen mit elektromagnetischen Feldern von Mobilfunksendeanlagen in Zusammenhang (Berg, Breckenkamp et al. 2007).

Eine Studie lesen, ist eins, den Inhalt jedoch verstehen etwas anderes. Manch einer kann aufgrund seiner persönlicher Betroffenheit die Sache nicht mehr Objektiv erfassen. Wenn dann erschwerend die Ignoranz und maßlose Selbstüberschätzung hinzukommt, passieren Fehler, die man bei einer kritischen Betrachtung hätte vermeiden können.

Ich erachte es als Vorbildlich, dass das hessische Kultusministerium seinen Fehler korrigiert.

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Gemeinschaftsflyer Kinder und Jugend: Lügen haben kurze Beine

H. Lamarr @, München, Freitag, 08.06.2012, 23:38 (vor 2736 Tagen) @ KlaKla

Zurück zum Flyer, Richter behaupte: Viele Studien belegen einen widerspruchsfreien Zusammenhang zwischen Mobilfunkstrahlung und folgenden typischen Gesundheitsbeeinträchtigungen, die alle Altersstufen betreffen können:
Erschöpfung, (Ein-/ Durch-) Schlafstörungen, ... etc.

Die Widerspruchsfreiheit möge Dr. Richter doch bitte einmal nicht nur behaupten, sondern mit Quellen belegen. Ich wette drei Kästen "Franziskaner", er kann es nicht.

Laut einer internen Erhebung des Bundesamts für Strahlenschutz leiden ca. 4,8 Millionen Menschen permanent unter solchen Störungen. Ihre Anzahl nimmt ständig zu.

Für einen ehemaligen Literaturprofessor ist diese Behauptung beschämend, weil nichts, aber auch gar nichts daran zutreffend ist.

1) Das war keine interne Erhebung des BfS, sondern eine Umfrage von infas im Auftrag des BfS.

2) Die Zahl 4,8 Mio. Betroffene hat Dr. Richter abgeschrieben, und zwar bei dem Verein ABStrahl, der inzwischen erhebliche Verfallserscheinungen zeigt. Die Zahl benennt nicht etwa objektiv Betroffene, wie es Richter darstellt, sondern Leute, die lediglich selber glauben, sie seien betroffen. Wer den Unterschied nicht erkennt, hat erhebliche Defizite im Textverständnis.

3) Die Behauptung von Richter, die Anzahl der Betroffenen nehme ständig zu, ist mMn eine glatte Lüge. Richtig ist, die Anzahl nimmt nicht zu. Im Gegensatz zu dem Emeritus kann ich meine Behauptung mit einer seriösen Quelle belegen. Laut infas-Untersuchung im Jahr 2009 pendelt der Prozentsatz der Befragten, der sich von Funkwellen beeinträchtigt sieht, zwischen 8 % und 10 % (siehe Grafik). Die Belegstrecke umfasst die Jahre 2003 bis 2009, das ist die Phase des Vollausbaus von GSM und UMTS in Deutschland, gäbe es - wie immer wieder behauptet - einen Zusammenhang mit der "Zunahme der Strahlungsbelastung", müsste er sich in den Umfragen niedergeschlagen haben. Dies aber ist offenkundig nicht der Fall. Die Behauptung von Dr. Richter, sie ist damit widerlegt.

[image]

Eine Münchener Studie von 2008 ermittelte, dass sich 9% der an ihr beteiligten Minderjährigen – das sind für ganz Deutschland gut 1 Millionen Kinder und Jugendliche – von Mobilfunkstrahlung beeinträchtigt fühlen

Die Dokumentation dieser Studie umfasst 255 Seiten, ich habe 0 Bock, die nach der Behauptung von Dr. Richter durchzuflöhen. Muss ich auch nicht, denn schon in der Zusammenfassung wird deutlich, dass Richter, wenn er nicht phantasierte, die Information in bewährter Manier aus dem Zusammenhang gerissen hat. Denn auf Seite 17 der Doku heißt es alles andere als dramatisch:

Es zeigten sich insgesamt sowohl für die Kinder als auch für die Jugendlichen keine statistisch signifikanten konsistenten Zusammenhänge zwischen der gemessenen Exposition und den betrachteten chronischen und akuten Beschwerden. Dies galt sowohl für die Hauptanalysen, in denen die gemessene Exposition in Quartile eingeteilt wurde, als auch für die Sensitivitätsanalysen, in denen einmal die Exposition getrennt nach Frequenzbereichen betrachtet wurde und einmal die 10% höchst Exponierten mit dem Rest verglichen wurden. Im Gegensatz dazu wurden zum Teil Assoziationen zwischen der subjektiv von den Probanden berichteten Exposition und einigen selbst berichteten Beschwerden beobachtet.
Zusammenfassend zeigt diese Untersuchung eine niedrige Mobilfunkexposition über 24 Stunden bei Kindern und Jugendlichen. Insgesamt gibt die vorliegende Studie keine konsistenten Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen der Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks und dem gesundheitlichen Befinden bei Kindern und Jugendlichen.

Was nun, Herr Dr. Richter?

Seit rund 20 Jahren wird mit falschen oder fadenscheinigen Argumenten gegen Funk gehetzt. Diese Desinformation der Bevölkerung hat Früchte getragen, rund ein Drittel der Bundesbürger, diese Zahl ist laut infas von 2003 bis 2009 in etwa konstant geblieben, fürchtet sich gemäß Bauchgefühl vor Funkwellen, egal ob stark oder schwach. Aus diesem Pool von rd. 24 Mio. Menschen schöpfen Tag für Tag Profiteuere den Schaum ab, machen mit der bis ins Mark verlogenen Argumentation Umsätze, auch auf Kosten sozial Schwacher. Sie, Herr Dr. Richter, sehe ich als Mitwirkenden in diesem infamen System aus Angsterzeugung & Profitabschöpfung, wobei ich nicht weiß, ob ich Sie in die Kategorie "nützlicher Idiot" einordnen soll, oder starkes Geltungsbedürfnis sie blind macht.

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Gemeinschaftsflyer Kinder und Jugend: Lügen haben kurze Beine

KlaKla, Samstag, 09.06.2012, 10:22 (vor 2735 Tagen) @ H. Lamarr

Laut einer internen Erhebung des Bundesamts für Strahlenschutz leiden ca. 4,8 Millionen Menschen permanent unter solchen Störungen. Ihre Anzahl nimmt ständig zu.

Für einen ehemaligen Literaturprofessor ist diese Behauptung beschämend, weil nichts, aber auch gar nichts daran zutreffend ist.

Herausgeber des Flyers sind lt. Aussage Richter, die Vorstände folgender Organisationen:

All diese Vorstände unterstützen das was Dr. Karl Richter mit diesen Flyer Laien erzählen will. Seine Voreingenommenheit aufgrund seiner Betroffenheit. Herr Richter sieht sich selbst als Betroffener (EHS). EHS, mMn ein tragischer Zustand, den sich Leute einreden denn bis heute gibt es keinen EHS, der seine aufgestellten Behauptungen unter kontrollierten Bedingungen verlässlich reproduzieren konnte. Sie stellen viele Behauptungen auf, die Baubiologen, oder Heilern aus der Naturkunde dienlich sind. Vieles deutet darauf hin, dass diese Menschen, die von sich behaupten, sie leiden unter Funkwellen, eher andere ernst zu nehmende Probleme haben.

Der BUND der mVn heute als Lobbyverein der Baubiologie durch seine Haltung zum Thema Mobilfunk zu betrachten ist, verspielt seine Glaubwürdigkeit so auch auf anderen Gebieten. Es scheint bis heute kein unabhängiges Kompetenzgremium beim BUND zu geben, welches den BUND davor schützt, offensichtliche Desinformation/Lügen im Namen des BUND zu verbreiten. Andernfalls müsste dieser Flyer von den Webseiten des BUND genommen werden da er unlautere Aussagen beinhaltet und die Zielgruppe Eltern/Kinder/Jugendliche belügt. Damit unterstützt der BUND ganz klar die Interessen der Nutznießer der Panikmache.

Nichts wäre dagegen einzuwenden, wenn derVerband der Baubiologen dies täte, denn er ist der offensichtliche Lobbyverein der Baubiologie, nicht der BUND.

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