TNO-Studie: Datenbasis ist anzuzweifeln (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 19.09.2006, 23:06 (vor 5914 Tagen) @ AnKa

Ich muss zugeben, AnKa, Ihre Ausführungen kann ich nicht entkräften, die Analyse von Studiendesigns ist nicht gerade mein Fach. Bedingungslos glauben mag ich Ihnen aber auch nicht. Ich werde deshalb versuchen, einen zweiten Experten hierher zu lotsen, in der Hoffung, auf eine kritische Stellungnahme. Die Chancen einen zu finden stehen allerdings nicht besonders gut.

Ein weiterer Punkt, den jede Folgestudie unbedingt hat korrigieren müssen, ist das relativ hohe Durchschnittsalter der TNO-Probanden (57 Jahre).

Das ist so ein Punkt, den ich ihnen nicht glauben mag. Was stört Sie denn am höheren Durchschnittsalter bei TNO? Es ist doch bekannt, dass ältere Menschen empfindlicher auf Umwelteinflüsse reagieren als kernige Mittzwanziger. Und weil sich die Altersstruktur sowieso dramatisch in Richtung einer Vergreisung der Bevölkerung entwickelt, sollte man meinen, dass gerade deshalb das höhere Durchschnittsalter bei TNO sinnvoll war, um Auskunft über die Feldwirkung auf Ältere zu bekommen, die bald die Mehrheit der mitteleuropäischen Bevölkerung stellen werden. Viele robuste Junge unter den Probanden, die nichts spüren, könnten aus dieser Sicht heraus doch eher verfälschend wirken, denn entfälschend. Sieht mMn ganz so aus, als ob die Fragestellung, was denn überhaupt erforscht werden soll, des Rätsels Lösung ist. Sie wissen schon: Eisbären lassen sich am Pol oder in der Wüste suchen.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
TNO-Studie, Altersstruktur


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