Thraen, Angriff auf die Person (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 02.06.2022, 14:03 (vor 182 Tagen) @ KlaKla

Naja, so schlimm finde ich den Angriff von "Thomas" auf die BfS-Mitarbeiterin nicht, wir sind ja auch nicht zimperlich, was den Ton angeht. Die Mobilfunkdebatte ist nun mal rau aber herzlos :-).

Viel schlimmer sind aus meiner Sicht andere Einträge im Telegram-Kanal von "Brennpunkt 5G Ulm". Ich habe mich da soeben noch mal in Richtung älterer Einträge (am Bildschirm also nach oben) durchgekämpft und bin zu der Einschätzung gekommen, dass mehreren der Teilnehmer dort wegen Unzurechnungsfähigkeit das Wahlrecht entzogen gehört. Es ist unbeschreiblich, wer's nicht glauben mag muss sich deshalb selbst ein Bild von dem Kanal der BI machen. Selbst Hardcore-Einträgen wird dort nicht widersprochen, was typisch für Echokammern ist. Und Thraen, Anführer der BI, duldet das alles.

In 20 Jahren Mobilfunkdebatte habe ich schon viele Spinner erlebt. Spinner gehören zur Debatte wie die Butter zum Brot. Relativ neu ist mMn nur deren Fragmentierung (in unterschiedliche Verschwörungstheorien) und die hohe Dichte, in der sie sich auf Plattformen wie Telegram tummeln, die auf mich wie geschlossene Anstalten wirken. Solange das "spooky" Treiben dort bleibt, ist es nur ein unschöner Pickel im Gesicht der Gesellschaft. Und wenn nicht, was, wenn aus dem Pickel Akne wird? Wird dann die Meinungsfreiheit eingeschränkt?

Vielleicht, doch das wäre nur die zweitbeste Lösung. Die beste wäre aus meiner Sicht, schon in der Schule Kinder durch ein Fach Medienkunde auf das Haifischbecken vorzubereiten, das sie draußen erwartet. Indem sie trainiert werden, Desinformanten und alternative Fakten zuverlässig zu erkennen. Dann dürfen die Gespenster in ihren Gespensterbahnen weiter unbehelligt herumgeistern zur Belustigung eines immunisierten Publikums, dem sie nichts mehr anhaben können.

Da das deutsche Schulsystem dem Vernehmen nach aber noch träger auf Kurswechsel reagiert als die Titanic, werden wohl hundert Jahre ins Land ziehen, bevor sich was tut. Wenn sie Pech haben und das chinesische Problemlösungsmodell sich in den Westen ausbreitet, landen schwer erziehbare Spinner zwischenzeitlich in Umerziehungslagern (Bootcamps), die hierzulande dann wahrscheinlich auf dem Territorium der ehemaligen DDR errichtet werden :-).

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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