Beamforming mit "Codebook": revolutionäre Antennentechnik (Technik)

Gustav, Sonntag, 14.06.2020, 16:03 (vor 301 Tagen) @ H. Lamarr

Mutmaßlich machen diese eleganten Möglichkeiten smarter 5G-Antennen, z.B. den Schweizer Anlagegrenzwert nur dort einzuhalten, wo es tatsächlich nötig ist, die Vollzugsempfehlung des Bafu an die Kantone so kompliziert. Denn was technisch gut zu lösen ist kann für eine rechtssichere Vollzugsempfehlung eine hohe Hürde sein. Etwa bei dem Sachverhalt, wenn nahe eines 5G-Standorts ein neues Gebäude errichtet wird. Dann muss das Codebook neu programmiert werden, das ist klar. Aber wer informiert den Netzbetreiber von dem Neubau, woher kommen die genauen Gebäudemaße und wie lässt sich kontrollieren, ob das Codebook korrekt programmiert wurde? Das alles klug zu regeln stelle ich mir alles andere als einfach vor.

Was hat das mit 5G und smarten Antennen zu tun?

Die gleiche Situation ist auch mit dem guten alten GSM und klassischen Antennen möglich. Ein Betreiber möchte ein Dorf versorgen und baut am Ortsrand auf einem Acker seinen Masten. Dann verkauft der Bauer zwei Jahre später sein Land und auf dem ehemaligen Acker entstehen neue Wohnhäuser. Wer stellt sicher, dass die Grenzwerte auch in diesen neuen Wohnungen eingehalten werden?

Entweder gibt es dafür ein Verfahren oder es gilt: Wer zuerst kommt malt zuerst, d.h. der Betreiber kann sich auf die früher erteilte Bewilligung berufen.

So oder so sehe ich keinen Unterschied zu 5G und smarten Antennen und klassischen Antennen mit festem Antennendiagramm.

Ich vermute(!) dass es so ist: Die Baubewilligung für das neue Wohnhaus wird nicht erteilt weil der Strahlen-Grenzwert überschritten würde. Dann geht der Bauherr zum Betreiber, man redet miteinander und findet eine gemeinsame Lösung.


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