Für die Anti-Mobilfunk-Szene ist das Codebook existenzbedrohend (Technik)

H. Lamarr @, München, Samstag, 13.06.2020, 02:01 (vor 303 Tagen) @ H. Lamarr

Doch es ist richtig spannend, denn dieses Codebook kann kritische Positionen mühelos davon ausklammern, von einem Beam ausgeleuchtet zu werden (entweder gar nicht oder mit beliebig geringer Leistung). Dies bedeutet nicht mehr und nicht weniger als eine Revolution in der Gestaltung von Antennendiagrammen, die mit smarten 5G-Antennen situationsbezogen maßgeschneidert sein können! So eine kritische Position wäre z.B. ein nahe gelegener Omen, bei dem es dann zu keiner oder eher zu einer programmiert schwächeren Befeldung käme.

Smarte 5G-Antennen mit Codebook könnten das Aus für die Anti-Mobilfunk-Szene in aller Welt bedeuten. Denn mit diesen Antennen lassen sich beliebige Objekte im Umkreis einer solchen Antenne gezielt von einer Befeldung ausklammern oder beliebig schwächer befelden. Also z. B. ein Kindergarten, eine Schule, ein Krankenhaus oder ein Altenheim. Damit berauben die neuen Antennen Mobilfunkgegner ihres wichtigsten Arguments, nämlich die Sorge vor gesundheitlich unerwünschten Nebenwirkungen. Sogar die Wohnungen von Mobilfunkgegnern oder "Elektrosensiblen" ließen sich von der Befeldung gezielt ausklammern, wobei ich der Meinung bin, dass diese Personengruppen für den Aufwand, das Codebook für sie neu zu programmieren, zur Kasse gebeten werden sollten. Gemeinderäte könnten künftig beliebigen Standorten von smarten 5G-Antennen bedenkenlos zustimmen und genüsslich abwarten, ob Mobilfunkgegner auf den Plan treten, die z.B. einen nahe gelegenen Kindergarten als Beschwerdegrund vorschieben, um ihr privates Interesse zu verschleiern. Kein Problem, der Kindergarten wird im Codebook von der Befeldung ausgespart. Protestieren die Gegner weiter, müssen sie notgedrungen Farbe bekennen, was kaum gut ankommen dürfte.

Welche Möglichkeiten smarte 5G-Antennen mit Codebook noch alles bieten, kann sich jeder selbst ausmalen. Bei Licht besehen macht die neue Technik Mobilfunkgegner, und auch deren Vereine, aller Voraussicht nach obsolet. Braucht kein Mensch mehr. Darüber hinaus müssen sich wohl auch alle Profiteure der Angst vor HF-Elektrosmog neue Betätigungsfelder suchen (z.B. NF-Elektrosmog), denn wenn die neue Technik geschickt vermarktet wird, vertrocknen in den nächsten Jahren in der Bevölkerung irrationale Ängste gegenüber Mobilfunkantennen, weil es dafür weniger oder gar keine Anlässe mehr gibt. Mag sein, dass ich dies jetzt zu optimistisch sehe, der Szene wird die neue Technik auf jeden Fall schwer zu schaffen machen, und ich bin gespannt, welche bizarren Kopfstände sie vorführen wird, um die Risikowahrnehmung von HF-Elektrosmog in der Bevölkerung krampfhaft aufrecht zu erhalten :-). Wir werden es wahrscheinlich schon bald erleben.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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