Gesundheitsbedenken wegen Funk-Wärmeverbrauchszählern (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 21.04.2019, 12:58 (vor 406 Tagen) @ KlaKla

Aus gegebenem Anlass hier eine Anfrage vom April 2019 ans IZgMF wegen Gesundheitsbedenken gegenüber dem von einer Hausverwaltung verfügten Einbau von Funk-Wärmeverbrauchszählern in verwaltete Mietwohnungen:

Anfrage

Ich bitte Sie um Ihre kurze Einschätzung des XXXXXX-Schreibens wegen der behaupteten gesundheitlichen Unbedenklichkeit von funkbasierten Verbrauchsmessern (anbei PDF),

im Voraus vielen Dank,

XXXXXXX XXXXXXX

Das erwähnte PDF ist ein Schreiben, mit dem die Hausverwaltung versuchte, dem Fragesteller seine Befürchtungen wegen der Funk-Wärmeverbrauchszähler zu nehmen. Inhaltlich ist dieses Schreiben eng an dieses PDF der Firma Brunata angelehnt.

Antwort IZgMF

Hallo Herr XXXXXXX!

Der Funk-Wärmeverbrauchszähler von Brunata hat maximal 5 mW Sendeleistung und sendet auf 868 MHz. In Deutschland und vielen anderen Ländern gilt für diese Frequenz eine maximal zulässige Leistungsflussdichte von etwa 4,5 W/m². Überschlägig berechnet verursacht der Funk-Wärmeverbrauchszähler von Brunata in beispielsweise zwei Meter Abstand eine Leistungsflussdichte von 100 µW/m², das bedeutet eine Ausschöpfung von 0,045 Prozent des zulässigen Werts. Selbst wenn der Funk-Wärmeverbrauchszähler nicht nur einmal pro Monat für ein paar Sekunden senden würde, sondern ständig, ist dies ein völlig unbedenklicher Wert. Nicht einmal "Baubiologen", die das Gras wachsen hören, könnten unter diesen außerordentlich günstigen Umständen Alarm schlagen. Sie können dem Einbau dieses Funk-Wärmeverbrauchszählers unbesorgt zustimmen. Meine Angaben beziehen sich auf zwei Meter Abstand, bei geringerem Abstand sind die Werte höher, bei größerem Abstand niedriger, in keinem Fall kann ich für Sie ein Gesundheitsrisiko erkennen.

Wenn Sie mir eine Gegenleistung zukommen lassen möchten, nennen Sie mir doch bitte kurz die Quelle, die bei Ihnen die Bedenken gegen Funk-Wärmeverbrauchszähler ausgelöst hat.

Mit freundlichen Grüßen
IZgMF


Der Fragesteller schrieb abschließend:

Danke für Ihre Infos!
Meine Bedenken schöpften sich aus diversen Recherchen und der sich daraus ergebenden Tatsache, dass eine kumulative Wirkung zu bedenken ist (also plus WLan, Handy, schnurloses Telefon etc.), sowie der vielfach belegten Auffassung, dass es keinen unbedenklichen Grenzwert gibt.

Dazu das beeindruckende Experiment: Salat hört Handy:
http://www.weltimtropfen.de/forschung_salat_und_handy.html

Mit freundlichem Dank
XXXXXXX XXXXXXX

Kommentar: Irrationale Bedenken lassen sich mit Sachargumenten nicht so einfach ausräumen. Sollte dies überhaupt möglich sein, wäre dazu individuelle Überzeugungsarbeit mit beträchtlichem Aufwand erforderlich. Wegen des schlechten Verhältnisses von Nutzen zu Aufwand ist voraussichtlich niemand bereit, diese individuelle Weiterbildungsarbeit zum Vorteil einer einzigen Person mit noch dazu völlig ungewissem Ausgang zu leisten. Wer hat nun "Schuld" an dieser unbefriedigenden Situation: der Fragesteller oder der Auskunftgeber?

Hintergrund
Esoterik statt Physik: Glaubt das Wasser auch daran?

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Anfrage, Salat, Funk-Wasserzähler, Brunata


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