DynaTAC8000X (Forschung)

Kuddel, Freitag, 21.12.2018, 12:54 (vor 1501 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von Kuddel, Freitag, 21.12.2018, 13:43

..hier genannte Sendeleistung von 0,6 W (was eigentlich, Peak oder RMS?) kommt mir jedoch spanisch vor, denn gemäß dieser Quelle war bei AMPS der Maximalradius einer Funkzelle 20 Kilometer. Allerdings war der Frequenzbereich in USA mit 824 MHz bis 895 MHz ausbreitungstechnisch vorteilhaft tief angesetzt.

Die Frage nach Peak/RMS stellt sich nicht. Die Analogen Standards nutzten m.W.n. ausschliesslich Frequenzmodulation. Die Technologie ist nahezu identisch zu CT1 Schnurlostelefonen, nur eben mit 100-fach höherer Leistung.
D.h. während der Verbindung blieb die Sendeleistung absolut konstant ( ungepulst=konstante Hüllkurve).

Funkzellenradien von 20 Kilometer bei 900MHz waren sicherlich nur "überland" und nur mit PKW oder "10W Koffergeräten" erreichbar . Mit "1W Handies" eher 1/3 davon und In städtischen Gebieten dürften es maximal 2..3 km gewesen sein.
Bei 450MHz (NMT) Faktor 2..3 mehr, aufgrund der günstigeren Funkausbreitung.

Bei GSM beträgt die Spitzenleistung max. 2 Watt, aber durch das Puls-Pause-Verhältnis von 1/8 beträgt der Mittelwert 250mW, was ebenfalls der gemittelten Maximalleistung von UMTS oder LTE entspricht.
Man kann also "grob" sagen, dass bei "Handies" mit integrierter Antenne die Einhaltung der SAR Grenze von 2Watt bis zu 250mW Sendeleistung (Mittelwert) ermöglicht.

Anders bei Analogtelefonen :
Da sie ungepulst senden, sind Mittelwert und Spitzenwert identisch (0,5..1Watt), mithin ist der "Mittelwert bei 0,5..1Watt Leistung 2..4 fach höher als bei heutigen digitalen Standards.
Allerdings gab es damals schon die Möglichkeit, bei guter Verbindung die Leistung (manuell) zugunsten der Akku-Betriebszeit auf z.B. 0,1..0,2Watt zu reduzieren. (*)
Ferner hatten die meisten Modelle ja auch noch "externe" Gummi-Antennen, welche das SAR reduziert haben dürften.

((*) Gerade Vieltelefonierer dürften verstärkt von der reduzierten Leistung (wo möglich) Gebrauch gemacht haben, ansonsten hätten sie bei z.B 4 Stunden Telefonie am Tag 8-12 Akkupacks mit sich herumschleppen müssen. Ob Hardell diese Option in seinen Studien auch berücksichtigt hat ?
Er hätte ja fragen können: "Wie oft haben sie am Tag den Akku gewechselt", was sicherlich zu erheblich genaueren Expositionsdaten geführt hätte, als die Frage, "wieviel Stunden am Tagen haben sie telefoniert".

K


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