Hirntumoren und frühe Mobilfunknetze (Forschung)

Kuddel, Dienstag, 18.12.2018, 21:15 (vor 1450 Tagen) @ H. Lamarr

Man sollte erwähnen, dass es sich bei den frühen Mobiltelefonen mit hoher Sendeleistung (5..15Watt) ausschliesslich um KFZ (Einbau) oder transportable "Koffergeräte" mit abgesetztem Hörer handelte.
D.h. bei normaler Nutzung war die Antenne > 20 ..40cm vom "Gehirn" entfernt, bei PKW-Einbau sogar ausserhalb des "Faradayschen" Käfigs.

Die letzten analogen Telefone hatten schon "Handyform", aber auch nur Sendeleistungen in der Größenordnung von 1Watt und zudem meist noch externe Antennen, da integrierte Antennen für derart niedrige Frequenzenzen (<450MHz) aufgrund der geringen Größe einen zu schlechten Wirkungsgrad gahabt hätten .

D.h. zwar war die Sendeleistung größer als heute, aber auch der Abstand zum Kopf betrug einige cm mehr. Eine deutliche Überschreitung heutiger SAR Grenzwerte war aber sicherlich möglich-

Man muß aber auch die Limitierungen der Geräte und das Nutzerverhalten berücksichtigen:
Die Netzabdeckung war meist so bescheiden, dass die Nutzer freiwillig einen größeren Abstand zum Körper gehalten haben (Vermeidung von Abschattung, bzw Verstimmung der Antenne) , um überhaupt eine Verbindung zu bekommen.

Ferner ist die geringe Akkulaufzeit zu erwähnen. Man konnte (bei hoher Lesitungseinstellung) nur ca 20..30 Minuten damit telefonieren, dann musste der Akku getauscht bzw geladen werden.

Ferner waren Telefonate extrem kostspielig (mehrere DM pro min) so dass man sich freiwillig "kurz" gehalten hat.

Die Verbreitung war sehr gering. Nur "Big Bosse" konnten sich so etwas leisten.

Mithin stellt sich m.M.n. die Frage, ob sich angesichts der geringen Verbreitung und der der üblichen (vergleichsweise kurzen) Expositionszeiten überhaupt ein Zusammenhang zu Hirntumoren herstellen läßt.

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K

Tags:
Netzabdeckung, Exposition, SAR-Wert, Sendeleistung, Akku, Autotelefon


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