Schweiz: Hundertausende "Elektrosensible" (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Freitag, 27.07.2018, 19:21 (vor 356 Tagen) @ H. Lamarr

Volksverhetzung ist strafbar, Volksverdummung nicht. Was Peter Schlegel mit seinem Aufsatz betreibt, ist aus meiner Sicht der beleidigende Versuch einer kommerziell motivierten Volksverdummung. Beleidigend deshalb, weil Schlegel die Besucher seiner Website ganz offensichtlich für zu doof hält, seine nahezu 100 Prozent belegfrei vorgetragene Verkaufsförderungsmaßnahme zu durchschauen.

Behaupteten früher Schlegel und Co. gerne, es gäbe Hundertausende oder Millionen "Elektrosensible", die ihre Qualen nur aus Unwissenheit nicht mit Elektrosmog in Verbindung brächten, so versucht es Schlegel 2018 mit der Masche, Hundertausende oder Millionen Betroffene wüssten Bescheid, fürchteten aber gesellschaftliche und berufliche Ausgrenzung. Jeder, der sich ein bisschen in der Anti-Mobilfunk-Szene auskennt, weiß, dass dies nicht wahr ist. Alle anderen verweise ich auf die Website mast-victims.org, die seit 2006 die Fallgeschichten von "Elektrosensiblen" aus aller Welt sammelt – und derzeit ganze 334 Stories auf Lager hat.

Die Schweiz ist in dieser Sammlung weder mit Tausenden, noch mit Hunderten Fallgeschichten vertreten, sondern mit zwei.

Wie haltlos Schlegels Behauptung von den "zahllosen Leidensgenossinnen und -genossen" der wenigen bekannten "Elektrosensiblen" ist, merkt jeder, der sich nur die schlichte Frage stellt, woher der Baubiologe diese Dimension denn wissen will. Er kann sie nicht wissen, niemand kann sie wissen, da über "Elektrosensible" keine Statistiken geführt werden. Schlegel kann nur vermuten und hoffen, doch in seinem Text verbreitet er gewaltige Ausmaße der "Elektrosensibilität" so, als wären diese eine erwiesene Tatsache. Das ist unseriös. Schon deshalb, weil der Baubiologe von jedem künstlich herbei geredeten "Elektrosensiblen" finanziell profitieren kann, indem er diesen Leuten unnötige Beratung, unnötige Messungen und als Königsdisziplin unnötige Abschirmungen andreht.

Eine beliebte Tatsachenverdrehung unter Profiteuren der Angst vor Elektrosmog ist die Umdeutung von Umfrageergebnissen zu ihrem Vorteil. Wie sich damit tricksen lässt zeigen dieser Beitrag und jener.

Alle Hinweise auf die Anzahl überzeugter Elektrosensibler (passen ihr Leben der Wahnvorstellung an) deuten unisono darauf hin, dass es in Deutschland davon nur wenige hundert gibt (höchstens 300 bis 500), die Anzahl der vermeintlich schweren Fälle (Uli W. und Co.) schätze ich auf höchstens 20 Personen.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
EHS, Profiteur, Elektrochonder, Schlegel


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