Warum Lennart Hardell für mich ein lausiger Messtechniker ist (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 06.08.2017, 15:20 (vor 1027 Tagen) @ H. Lamarr

Hardell stellt dazu in Abschnitt 6 seines verstörenden Beitrags fest, der mittlere Immissionswert im WHO-Gebäude läge 130-mal tiefer als im Hauptbahnhof von Stockholm.

Nach dem Ende seiner beruflichen Laufbahn als Epidemiologe beschäftigt sich Lennart Hardell derzeit mit Elektrosmog-Messungen, für die er ein handelsübliches Exposimeter benutzt (EME Spy 200). Im April 2017 berichtet er auf seinem Blog über Messwerte aus der Altstadt von Stockholm. Doch dabei und auch später (z.B. Messungen im Hauptbahnhof von Stockholm und im WHO-Gebäude) nennt er seine Messwerte aufs Mikrowatt pro Quadratmeter genau, etwa 4'293 μW/m². Das aber identifiziert Hardell als messtechnischen Laien, der die vermeintliche Genauigkeit numerischer Messwertanzeigen für bare Münze hält. Denn ein für Exposimeter typischer Messfehler von maximal ungefähr ±50 Prozent des Messwerts führt Angaben, wie Hardell sie macht, ad absurdum. Unprofessionell bei allen seinen bisherigen Messungen mit dem EME Spy 200 ist das Fehlen jeglicher Fehlerbetrachtung, was mMn so gar nicht zu einem Wissenschaftler von Rang passen mag, der die Messwerte als Belastungsmaterial verwendet. Dass der Hersteller des Exposimeters, die französische Firma MVG in ihren Datenblättern den Messfehler des Geräts konsequent verschweigt, lasse ich als Ausrede nicht gelten. Denn wer wie Hardell mit dem Gerät misst und die Messwerte in wissenschaftlichen Zeitschriften verbreitet, von dem ist zu erwarten, dass er den Messfehler beim Hersteller erfragt und bei der Nennung seiner Messwerte berücksichtigt.

Hintergrund
Untersuchung der Korrelation zwischen den Messwerten von HF – Dosimetern und der tatsächlichen Exposition von Personen

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Hardell, Messfehler, Ruhestand, Immissionswert, Epidemiologe


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