Konrad Ermer, Ziehvater von Egerwald et al. (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 18.08.2016, 13:26 (vor 2239 Tagen) @ Trebron

Vom Bayreuther Ingenieur Konrad Ermer ist kaum was zu googeln. Wissenschaftliche Veröffentlichungen konnte ich nicht finden. Er scheint zu seiner Zeit Vorträge zum Waldsterben gehalten zu haben. Dazu findet man seit 2010 immerhin was bei YouTube:
https://www.youtube.com/watch?v=EwR50jmt0fc

Großes Kino. Das muss man gesehen haben :clap: (bei Uli Weiner gibt es sogar einen Teil 2).

Danke für diese Perle an pseudowissenschaftlicher Esoterik im Stil der Deutschen Wochenschau. Die penetrante Ton-Untermalung mit "Spiel mir das Lied vom Tod" muss er mit einem schon damals (80er) betagten Kassettenrecorder eingespielt haben, der, wie gleich zu Beginn zu hören ist, schon ordentlich eierte.

Großes Kino!

Was immer Herr Ermer studiert haben mag, Nachrichtentechnik war es nicht. Denn als Nachrichtentechniker darf ich feststellen, dass die von Herrn Ermer vorgetragenen technischen Zusammenhänge von erheblichen Kenntnisdefiziten zeugen. Vielleicht war er Gartenbauingenieur oder wie "Charles" Maschinenbauer und Hobby-Radiobastler, der sich noch ohne die Hilfe von Herrn Google seine bizarren Wirkmodelle mit Halbwissen zusammenschustern musste. Seine Umzäunungen von Bäumen mit Maschendraht waren, wie er selbst einräumt, oben offen. Eine kontrollierte Schirmung war unter diesen Umständen nicht gegeben.

Herr Ermer sah überall Belege für Schneisen, die angeblich von Richtfunk durch Wälder "gebrannt" wurden. Dass Forstbetriebe die Schneisen auf Bestellung durch die Deutsche Bundespost schlugen, auf diese simple Erklärung scheint er nicht gekommen zu sein. Zum Entsetzen von Herrn Ermer hat Prof. Käs, im Gegensatz zu ihm ein Wissenschaftler, zudem das Gegenteil herausgefunden: Keine Baumschäden durch Radar. So ein Mist aber auch :-).

Für Egerwald et al., Volker Schorpp und deren Fußtruppen zählt das alles freilich nichts, gegen Überzeugung ist kein Kraut gewachsen.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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