Träumen von "weißen Zonen" (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 30.03.2016, 13:24 (vor 1325 Tagen)

Nichts ist so dauerhaft wie ein Provisorium. Deshalb heißen fiktive Elektrosensiblen-Reservate auch bei uns 1:1 aus dem Französischen übersetzt "weiße Zone", obwohl kein Außenstehender mit diesem Begriff etwas anfangen kann. Weltweit gibt es keine einzige ausgewiesene "weiße Zone", für die ein großer weißer Vater den Häuptlingen der "Elektrosensiblen" versprochen hat, sie nie und nimmer mit Mobilfunkdiensten zu erschließen. Aber es gibt Funklöcher, die von überzeugten Elektrosensiblen als "weiße Zonen" deklariert werden – bis ein Betreiber dort einen Sendemasten aufstellt. Dennoch träumen überzeugte Elektrosensible und Elektrochonder noch immer gerne von echten, rechtssicher verbrieften "weißen Zonen". Dies führt in der Szene zu verstörend ernsthaften Betrachtungen über Realisierungsmöglichkeiten. Mich erinnern dies an die Forschung von Donaldisten, z.B. wo genau in den USA Entenhausen zu verorten ist. Selbst eine isoliert agierende "Elektrosensible" wie Frau Weber, die sich sonst nicht um Belange der Szene kümmert, macht sich schwere dunkle Gedanken zu weißen Zonen:

Vorab, Weiße Zonen zu fordern finde ich richtig, um auf das Problem aufmerksam zu machen! Nur bin ich der Meinung, dass wirklich effektive Weiße Zonen in Deutschland nicht kommen werden. Und sollte hierzu irgendwann europaweit einmal beschlossen werden, solche Zonen auszuweisen, wird Deutschland mMn sein Veto einlegen und wenn es nur um Zeitgewinn geht. mehr ...

Hintergrund
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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Funkloch, Reservate, Rhön


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