Thomas Marwein unterstützt Elektrosensiblen-Petition (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 28.06.2015, 12:02 (vor 1621 Tagen) @ H. Lamarr

Der Abgeordnete Marwein wirbt auf seiner Website ungeniert für den Anti-Mobilfunk-Verein Diagnose-Funk, also für einen Verein, der einen Diplom-Astrologen aus der Schweiz als Geschäftsführer beschäftigt und der im begründeten Verdacht steht, den kommerziellen Interessen von Nutznießern der Elektrosmog-Angst dienlich zu sein.

Herr Marwein muss überzeugter Mobilfunkgegner sein. Denn er gehörte mit zu den ersten, die sich bei dieser Petition in die Liste der Unterstützer eingetragen haben (wenn sich niemand anders seines Namens bediente). Klar, jedem steht es frei, Petitionen seiner Wahl offen zu unterstützen, das ist nicht Anlass meines Postings. Befremdlich finde ich, was Herr Marwein unterstützt, nämlich die Forderung nach zahlreichen strahlungsarmen Schutzzonen für sogenannte Elektrosensible in Deutschland. Diese Forderung aber ist absurd, denn bislang ist es weltweit noch keinem einzigen angeblichen Elektrosensiblen gelungen, seine behauptete Fähigkeit zur Feldwahrnehmung unter strenger wissenschaftlicher Aufsicht nachzuweisen. Herrn Marwein folgt puren Behauptungen und ignoriert den wissenschaftliche Konsens. Selbst das könnte ich noch mit Mühe verkraften, wäre da nicht die Nähe des Politikers zu dem Anti-Mobilfunk-Verein Diagnose-Funk was für mich gleichbedeutend ist mit Nähe zur Geschäftemacherei mit irrationalen Ängsten gegenüber Elektrosmog. Kein Landtagsabgeordneter hat mMn in diesem dubiosen und intriganten Umfeld etwas zu suchen, selbst wenn er einer Partei angehört, die für ihre teils absurden Ansichten berühmt-berüchtigt ist, und die sich nach 30 Jahren auch schon mal öffentlich von Forderungen distanzieren muss, die sie einmal für vertretbar gehalten hat.

Sollte es Kalkül von Herrn Marwein sein, mit seinen Anti-Mobilfunk-Auftritten die Gunst der Wähler auf sich zu lenken, muss er sich auf böse Überraschungen gefasst machen. Die Abwahl seines bayerischen Parteifreundes Dr. Martin Runge und dessen Nachfolgerin als mobilfunkpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen Anne Franke spricht eine deutliche Sprache. Und wenn die Grüne Jugend Baden-Württembergs auf die seltsamen Ambitionen von Herrn Marwein aufmerksam wird, kann er sich warm anziehen, sollten die hellgrünen Schwaben ebenso klarsichtig sein wie die bayerischen. Eine neue politische Heimat fände der "mobilfunkkritische" Landtagsabgeordnete bei Splitterparteien wie der ödp. Die zweite Anti-Mobilfunk-Splitterpartei nannte sich "Aufbruch", sie verging mit ihrem Gründer.

Hintergrund
Wie passend: Marwein im April 2015 zum Vorsitzenden des Arbeitskreises Petition gewählt

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Funkloch, Ziel, Petition, Wahlkampf, Splitterpartei, Karren, Landtagsabgeordneter, Anti-Mobilfunk-Verein


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