Sexy Schilte & Yvonne Gilli: Klappern gehört zum Handwerk (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 16.03.2014, 11:56 (vor 2338 Tagen) @ H. Lamarr

Gigaherz-Präsident Jakob schreibt auf seiner Homepage:

Die TV-Sendung des Fernsehens SRF vermittelte einmal mehr den völlig falschen Eindruck, je mehr Mobilfunksender gebaut würden, desto schwächer würde eine einzelnen Anlage senden und umso tiefer würde die durchschnittliche Strahlenbelastung für die Bevölkerung ausfallen.

Sexy "Schilte" nimmt den TV-Beitrag der Reihe "Einstein" akribisch unter die Lupe und kommt - ganz im Sinne der gegenwärtig angesagten W-LAN-Hatz - zu dem Schluss:

Die (Werbe-)Botschaft lautet: WLAN im Klassenzimmer ist harmlos im Vergleich zum Handy, das eh schon jeder Schüler hat.

Eine Überraschung ist das nicht.

Eher schon die Alternativmedizinerin und Politikerin Yvonne Gilli. Sie behauptet in der "Einstein"-Sendung bei Minute 12:45 unbeirrt, Umfragen zufolge seien 5 % von 100 Personen "elektrosensibel".

Diese Platte legt Frau Gilli seit Jahren auf. Dabei müsste sie es besser wissen, denn sie saß in dem Projekt-Team, das in der Schweiz eine stark beworbene öffentliche Meldestelle für Elektrosensible einrichtete mit der ernüchternden Ausbeute von nur 155 Meldungen innerhalb von 30 Monaten. Das ist alles, was von den herbei geredeten 400'000 "Elektrosensiblen" bei Tageslicht übrig blieb (5 % der Schweizer Bevölkerung).

Frau Gilli weiß, nur wenige Menschen leiden unter der Phobie , "elektrosensibel" zu sein, öffentlich bekundet sie gebetsmühlenartig das Gegenteil. Ein Motiv, warum sie das macht, könnte Lobbyarbeit für die Zunft der Alternativmediziner sein, denn bei diesen landen "Elektrosensible" in aller Regel, um auf eigene Kosten dubiose Heilungsversprechen, z.B. Bioresonanz oder Entgiftung, auszuprobieren. Mit den stereotyp von ihr wiederholten Hinweisen auf angeblich hunderttausende "Elektrosensible" allein in der Schweiz bereitet Frau Gilli den Boden, damit labile Kranke, die noch auf der Suche nach einer Erklärung für "unerklärliche Leiden" sind, sich aus dem Regal der angebotenen Verursacher den allgegenwärtigen "Elektrosmog" greifen und so der Zunft frische Patienten zugeführt werden.

Politisch aktiv gegen "Elektrosmog" war Frau Gilli zuletzt im Juni 2012 mit einer Interpellation (entspricht in Deutschland einer "Kleinen Anfrage") an den Schweizerischen Bundesrat.

Die lauernde Frage 7 verdeutlicht, wie die Nationalrätin versucht, mit einer Suggestivfrage einen Sachverhalt vorzutäuschen, der gar nicht existiert:

Wie hoch schätzt er die volkswirtschaftlichen Kosten z. B. durch die Zunahme von Multisystemerkrankungen bei einer flächendeckenden Einführung von intelligenten Stromnetzen ein, die mit GSM, WLAN bzw. PLC funktionieren?

Der Bundesrat ging Frau Gilli jedoch nicht auf den Leim und antwortete:

Zurzeit gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis für einen Zusammenhang zwischen hochfrequenter Strahlung und Multisystemerkrankungen wie Kopfschmerzen oder Schlafstörungen. Der Bundesrat verweist diesbezüglich auf die Ergebnisse des Nationalen Forschungsprogramms NFP 57 "Nichtionisierende Strahlung: Umwelt und Gesundheit", welches letztes Jahr abgeschlossen wurde.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
, Bioresonanz, Lüge, Alternativmedizin, Lobbyist, Gilli


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