Reagieren Zellkulturen auf mechanische Vibrationen ? (Allgemein)

Doris @, Mittwoch, 09.05.2012, 16:15 (vor 2745 Tagen) @ Kuddel

Nun stelle ich mir gerade die Frage, ob Zellkulturen auf Vibrationen empfindlich sind ?

So wie ich das interpretiere (wenn ich es richtig verstehe) dann stellten nicht nur Sie sich diese Frage

Stellungnahme des BfS zum Abschlussbericht des REFLEX Forschungsverbundes (5. EU-Rahmenprogramm)

Auszug daraus:

Den Umstand, dass die Effekte nur bei intermittierender Exposition auftreten, erklärt die Arbeitsgruppe damit, dass die DNA Reparatursysteme bei andauernder, nicht aber bei intermittierender Befeldung wirksam werden bzw. dort 10 - 12 h benötigen, um aktiv zu werden. Diese Erklärung ist zwar ungewöhnlich und biologisch nicht schlüssig, prinzipiell jedoch auch nicht auszuschließen. Nicht erwähnt wurde, ob Vibrationen (siehe unten) und mögliche Schaltartefakte (Abriss-Ströme und Spannungen) bei der An/Aus-Exposition berücksichtigt bzw. ausgeschlossen wurden.
.

und weiter unten

Die Ergebnisse bezüglich der genotoxischen Effekte werden von der Arbeitsgruppe Kolb (Universität Hannover) in Ratten-Granulosazellen tendenziell bestätigt, wobei aufgrund der großen Standardabweichungen das Ergebnis für 50 Hz nicht signifikant ist. Demgegenüber findet die Arbeitsgruppe Wobus (Institut für Pflanzengenetik Gatersleben) in embryonalen Stammzellen der Maus keine genotoxischen Effekte, die Expositionsszenarien sind jedoch nicht direkt vergleichbar. Die Arbeitsgruppe Wobus hat darüber hinaus als einzige eine hinsichtlich auftretender Vibrationen „gedämpfte“ Expositionsanlage verwendet. Es liegen dem BfS keine Daten vor, ob die von der Arbeitsgruppe Kuster abgeschätzten Vibrationen von unter 1 m/s², die offenbar in den exponierten Proben um Faktor 20 über den schein-exponierten Ansätzen liegen, biologisch relevant sein können. Würde man die von der Arbeitsgruppe Rüdiger verwendeten Fibroblasten und das exakte Expositionsszenario der Arbeitsgruppe Rüdiger in der „vibrationsgedämpften“ Anlage der Gruppe Wobus wiederholen, könnte man diese Störgröße ausschließen

Tags:
Artefakte, Arbeitsgruppe Wien, Fibroblasten, Kuster, Standardabweichung, Ratten, Granulosazellen


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