Reagieren Zellkulturen auf mechanische Vibrationen ? (Allgemein)

Kuddel, Dienstag, 08.05.2012, 21:33 (vor 2744 Tagen)

Ich habe mir gerade den Endbericht des ATHEM Projektes angeschaut => hier (pdf).

Beim Blick auf die Expositionseinrichtung (von ITIS gebaut, vom Reflex-Projekt übernommen) fiel mir auf, daß die Expositionseinrichchtung insgesamt eine Brücken/Stelzenkonstruktion darstellt, auf welche unmittelbar 2 elektrisch betriebene Lüfter aufgeflanscht sind.

Nun stelle ich mir gerade die Frage, ob Zellkulturen auf Vibrationen empfindlich sind ?

Aus praktischer Erfahrung weiß ich, daß ich die Festplatten und Lüfter in meinem PC als leichte Vibration "spüren" kann (aufgrund von Unwucht der Rotoren), wenn ich die Hand auf das PC -Blechgehäuse lege . So stellt sich mir nun beim Anblick der Expositionseinrichtung die Frage, ob es innerhalb der Expositionseinrichtung nicht auch mechanische Vibrationen gibt, die zudem aufgrund der "Brücken und Stelzen" Konstruktion ortsabhängig sein könnten (mechanische Resonanzen). z.B. könnte die untere Kammer anders vibrieren, als die obere und sich aufgrund mechanischer Resonanzen auch Stehwellen und Verstärkung von Schwingungsharmonischen ergeben.

Die Vibrationsfrequenz wird von der Rotationsfrequenz der Lüfter-Räder abhängen.
Die Vibrationsintensität von der Unwucht der Räder, der Lagerpräzision und der mechanischen Ankopplung an die Konstruktion.

Wenn als Lüfter Kurzschlußläufer gewählt wurden, die mit Wechselstrom betrieben wurden, dürften beide Lüfter die gleiche (netzfrequenzabhängige) Rotationsfrequenz haben.
Falls es sich bei den Lüftern um DC-Lüfter mit Elektronik-Kommutator handelte, könnten die Lüfter auch mit unterschiedlicher Frequenz rotieren (was Schwebungen in den Vibrationen ergeben könnte), die Rotationsfrequenz temperaturabhängig sein und obendrein sogar von der Präsenz hochfrequenter Felder beeinflußt werden, da die Lüfter innendrin eine Halbleiter-Verstärker-Elektronik enthalten, welche HF demodulieren könnten, sofern diese ausreichend Stark in die Elektronik oder Kabel der Lüfter einstrahlt.

Ganz abgesehen davon, daß die Lüfter auch niederfrequente Magnetfelder erzeugen...

Zudem stelle ich mir die Frage, ob immer beide Lüfter "an" sind, oder nur der Lüfter, welcher sich auf der "bestrahlten" Expositionskammer befindet.

Dann hätte nämlich die bestrahlte Expositionskammer mehr Vibrationen, als die unbestrahlte Kammer.

Ferner sehe ich in dem Bild, daß Temperaturfühler beim Lüfter angebracht sind.
Waren die Lüfter gar temperaturgeregelt => d.h. der Lüfter auf der heißeren (exponierten) Kammer drehte mit anderer Geschwindigkeit, als der Lüfter der unexponierten Kammer ?

Mich würde interessieren, ob der Hersteller (ITIS) diese Fragen (bzw solche eventuellen Confounder) berücksichtigt hat.

[image]

K

Tags:
Expositionskammer


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