Lügengeschichte: Was sagt eigentlich Prof. Hässig dazu? (Medien)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 07.03.2012, 21:06 (vor 2839 Tagen) @ H. Lamarr

Anscheinend glauben Hardcore-Mobilfunkgegner fest daran, dass durch ständiges Wiederholen einer Lüge diese Stück für Stück wahrer wird. Sie wird es natürlich nicht. Dass diese üble Methode überhaupt praktiziert wird, zeigt ziemlich ungeschminkt, wie skrupellos einige Vereine in der Szene inzwischen vorgehen.

Sehr geehrter Herr Prof. Hässig,

Ihr Artikel in der Februar-Ausgabe der "Tierheilkunde" ist von der Szene der Mobilfunkgegner fest vereinnahmt worden. Ganz ungeniert wird jetzt behauptet (mal mit und mal ohne Vorbehalt), der Fall Sturzenegger sei "wissenschaftlich bestätigt". Ich konnte diese Bestätigung in Ihrem Artikel jedoch nirgends finden.

Aus meiner Sicht werden Sie mit Fehlinterpretationen Ihrer Arbeit unfreiwillig zum Kronzeugen von Mobilfunkgegnern gemacht. Da ich davon ausgehe, dass Ihnen diese Rolle nicht zusagt, bitte ich Sie um eine Stellungnahme, mit der Sie sich von den Falschmeldungen zu Ihrer Arbeit unmissverständlich distanzieren. Denn wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann können Sie einen Kausalzusammenhang gegenwärtig weder bestätigen noch ausschließen. Daraus die Behauptung der wissenschaftlichen Bestätigung abzuleiten halte ich, egal ob dies mit oder ohne Vorbehalt geäußert wird, für verwerflich. Ich hoffe, mein Vorschlag ist daher auch in Ihrem Sinne, denn wer will schon Kronzeuge von Mobilfunkgegnern sein.

Mein Interesse an der Stellungnahme ist, dass ich der meiner Meinung nach unerträglichen Panikmache einiger Anti-Mobilfunk-Vereine etwas Substanzielles von Ihnen entgegen stellen kann. Etwas, was Sie zurück bringt auf die objektive Seite der Wissenschaft, und jeglicher spekulativer Umdeutung in Richtung Alarmismus eine klare Absage erteilt.

Ich hoffe, ich bringe Sie mit meiner Bitte jetzt nicht in eine Zwickmühle. Aber ich muss Sie wenigstens fragen, denn ich habe mit (labilen) Menschen zu tun, die von den Panikmachern der Anti-Mobilfunk-Szene zwar via www und "Newsletter" in Angst und Schrecken versetzt werden, die dann aber in Ihrer Not allein gelassen werden. In einem krassen Fall traute sich eine ältere Dame fast ein Jahr lang nicht mehr in ihre Wohnung - wegen eines angeblich schädlichen DECT-Telefons des Nachbarn! Wenn Sie solche Opfer der Elektrosmog-Panikmacher erleben, können Sie vielleicht verstehen, warum ich die Kreise der Paniker mit belastbaren Fakten stören möchte.

Mit freundlichen Grüßen
IZgMF

Stephan Schall

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Anfrage, Falschmeldung, Hässig


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum