"Parallelen" (Berichtigungen)

Eva Weber, Mittwoch, 06.10.2010, 23:35 (vor 3521 Tagen) @ Alexander Lerchl

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Sehr geehrter Herr Professor Lerchl!

Gerade weil man das so eindeutig unterscheiden kann, erscheinen mir die angeblich festzustellenden "Parallelen" beider Diskurse zu sehr bemüht.

Ihr Posting war m.E. wieder einmal mehr mir zugedacht als Anka, welche(r) ja auch nicht antwortete.

Es gibt noch einen Aspekt, der beide Diskussionen unterscheidet. Dazu ein Zitat aus einem wirklich lesenwerten Buch von Manfred Lütz: "Irre! Wir behandeln die Falschen. Unser Problem sind die Normalen." ... Lütz ist ein bekannter deutscher Psychiater.

Es gibt also zwei Gruppen von Menschen: "Irre und Normale!" Da hier nun offensichtlich eine Wendung aufgezeigt wird, werden nun die Irren die Normalen behandeln?

Also was schreibt er? Die Unfähigkeit, die Perspektive zu wechseln, wird psychiatrisch als Wahn bezeichnet. Der Wahnkranke kann die ganze Welt nur unter dem alles beherrschenden Gesichtspunkt sehen, dass zum Beispiel die Nachbarin ihn mit Laserstrahlen quält. Von diesem Gedanken ist er mit keinem vernünftigen Argument abzubringen, obwohl er ansonsten ganz rational reagiert."

Nun gibt es da tatsächlich eine, auch für das DMF maßgebliche Dr. Psychologin, die allen Ernstes behauptet, in etwa, dass "Mobilfunkmasten Phallussymbole sind, die archaische Ängste hervorrufen (anscheinend egal ob Mann oder Frau) und zwar dergestalt, dass tatsächlich Krankheiten ausgebrütet werden.

Sie ist auf ihre Meinung so fixiert, dass sie m.E. ihre Perspektive nie ändern wird, was sie m.E. auch niemals dürfte. Ihr klar zu machen, dass, wenn man 33 Jahre neben und unter Antennen gearbeitet hat und das auch noch gerne, Angst vor Antennen und daraus resultierende Krankheit schlichtweg absurd ist, ist nicht möglich. Auch hält sie diese Tatsache nicht von ihrer Überzeugung ab, dass Angst vor Antennen und deren elektromagnetische Felder z.B. zu meinen Beschwerden führte. Dies scheint in ihrer Beurteilung von Menschen, die unter Funk leiden, der "alles beherrschende Gesichtspunkt" zu sein und sie ist mit keinem vernünftigen Argument, z.B. dass ich wochenlang von der Aufrüstung von UMTS nichts wusste und auch nicht wusste, dass die 200 Grad Sektorantenne exakt auf mein steiles querstehendes Dach läuft, von ihrem Standpunkt abzubringen.

In der Klimadiskussion habe ich diesen persönlichen Wahn noch nicht festgestellt.

Ich schon, Herr Professor! Hausbesitzer, die innerhalb von 10 Jahren ein voll isoliertes Haus mit neuen Fenstern, bestschließend, nunmehr in 10 cm Schaumstoff einpacken, weil die bisherigen 5 cm zu wenig sind und wiederum neue, angeblich noch bessere Fenster einbauen, zweimal die Heizung und die Photovoltaikanlage erneuern, fallen für mich in den persönlichen Wahn bzgl. Erderwärmung. Nur, dies dient der Wirtschaft und ist somit vernünftig und das ist wiederum nützlich! Inwieweit es dem Klima hilft, bleibt abzuwarten.

Jedenfalls, wenn Kinder dastehen mit Spruchbändern "Das Klima brennt" und wenn sie sagen, "wir werden alle ertrinken", dann handelt es sich mMn um keinen persönlichen Wahn mehr!

Eva Weber

Tags:
Photovoltaik


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