Petition für weniger Funkstrahlung: eine schallende Ohrfeige (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 15.09.2010, 23:44 (vor 3345 Tagen) @ helmut

19135

das ist die Zahl der Unterschriften.

Diese Zahl ist geradezu lächerlich klein ...

Nein, nein, nein, das muss ein Tippfehler sein, wahrscheinlich lautet die richtige Zahl: 1'913'500.

Das kann garnicht anders sein, denn allein schon Hans Ulrich Jakob behauptete erst im Dezember 2009, schweizweit mit 600 Ortsgruppen vernetzt zu sein, die gegen 60'000 Aktivisten und Sympathisanten vertreten.

Die Zahl 19'135 muss für Herrn Jakob eine herbe Enttäuschung gewesen sein, zumal der Abgabetermin der Petition ja mehrfach nach hinten verlegt wurde, um noch mehr Stimmen einzufangen. Das erklärt auch seinen säuerlichen Kommentar, mit dem er das Ende der Petition auf seiner Website begleitet. Jetzt ist mir auch klar, welchen Zweck die vier Vortagsabende gehabt haben, die so hastig noch für August/September von Jakob für unterschiedliche Orte in der Schweiz angekündigt wurden: Damit hätten wohl die 20'000 doch noch mit letzter Kraft geknackt werden sollen.

Nein, auch für ein kleines Land wie die Schweiz sind 19'135 Unterstützer, gesammelt in rund einem Jahr, nichts Großartiges. Es zeigt sich immer wieder, dass die Leute eben doch ganz anders reagieren, als es uns Alarmkritiker weis machen wollen. Wahlberechtigte gibt es in der Schweiz ungefähr 5 Millionen, die 19'135 Unterstützer entsprechen einem Anteil von 0,38 Prozent dieser Wahlberechtigten! Und das in einem Land, das weltweit der Nabel polemischer Mobilfunkkritik ist und Vereine hervorgebracht hat wie Gigaherz und Diagnose-Funk.

Das desatströse Ergebnis ist mMn als schallende Ohrfeige für Hans-U. Jakob zu werten, als Quittung der Bevölkerung für die unsägliche Art und Weise, wie er jeden beschimpft und beleidigt, der nicht seine Meinung teilt. Vielleicht machten auch seine begrenzten Rechenkünste die Schweizer misstrauisch. Normalerweise müsste so eine Pleite Folgen für die Vereinsführung haben, ich werde mir überlegen, ob ich ihm Asyl anbieten soll ;-). Denn die Bayern wissen, wie man's macht: Knapp 1,3 Millionen Stimmen hatten die Rauchverbots-Aktivisten innerhalb von zwei Wochen in Bayern gesammelt, um später das Volksbegehren durchsetzen zu können! Gepöbelt hat von denen keiner, umgekehrt schon eher.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Petition, Narrenhaus, Unterschriftenaktion, Scheinriese, Unterstützer


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