Politische Radikalität im Umfeld der Mobilfunkkritik (Allgemein)

Ex-Mobilfunker, Sonntag, 09.05.2010, 00:43 (vor 4191 Tagen) @ Alexander Lerchl

Verehrter Herr Professor Lerchl!

Ich danke Ihnen für die Literatur-Unterstützung.
Dennoch möchte ich gleich von Anfang an folgende Punkte deutlich machen, insbesondere für die geschätzte Leserschaft:

1. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Bezeichnung "Studie" irreführend und falsch.
Wir werden nicht nach Dr. Egerscher Systematik agieren. Es wird weder eine Powerpoint-Präsentation in einer Halle gehalten, noch Zeitungen informiert, noch Pressemitteilungen versendet, Interviews gegeben oder irgendetwas auf CD verkauft.

2. Literaturhilfe wird gerne angenommen, um den bestehenden Fundus an Erkenntnissen zu erweitern. Die Literaturauswahl ist bewußt auf einen Zeitraum fokussiert, der VOR der Hoch-Zeit der mobilfunkkritischen Bewegung liegt. Es gab vor 1999 genügend Entwicklungen, die einem Vergleich mit der Mobilfunkkritik dienlich sind. Und ausreichend Literatur, die nicht dem Vorwurf ausgesetzt werden kann, von der Telekommunikationsindustrie gekauft worden zu sein. Unter anderem auch deshalb, weil die Erkenntnisse aus diesen Jahren mit dem Thema Telekommunikation absolut nichts zu tun haben. Dies soll nicht davon abhalten, uns Literatur zum aktuellen Kenntnisstand über die soziologischen/psychologischen/politologischen Bewertungen des Themas Radikalismus/Extremismus zukommen zu lassen. Die Entwicklung unserer Arbeit kann sowieso erst "wissenschaftliche" Weihen erhalten, wenn sie moderner Forschung und deren Erkenntnissen tatsächlich standhält.

3. Um den Anspruch einer „Studie“ erfüllen zu können, benötigten wir u.a. empirische Daten, die nicht ohne weiteres zu erbringen sind. Die soziale Situation der Protagonisten, ihr gesellschaftspolitisches Umfeld, Altersstruktur, Weg der Sozialisation etc. wird nicht zu erfassen sein, da entsprechende Fragestellungen tatsächlich nicht allen Protagonisten gestellt werden können und nicht von allen Protagonisten beantwortet werden . Einblicke in vorhandene Organisationsstrukturen sind schwer möglich. Hinzu kommt, daß eine empirisch verifizierbare und statistisch signifikante Zahl der Protagonisten nicht explizit feststellbar ist und statistische Auswertungen damit zuerst einmal hinfällig sind.
4. Was bleibt ist folgendes Ziel:
- auf bestehenden Erkenntnissen der Soziologie/Psychiatrie/Politologie/ Geschichte Vergleiche mit bestehenden Entwicklungen der Mobilfunk-Diskussion anzustellen. Hierzu ist reichhaltiges Material vorhanden.
- die Vergleiche und Erkenntnisse/Beobachtungen sollen im Forum des IZgMF der geneigten Leserschaft zur Kenntnis gegeben und diskutiert werden. Wie sich das Projekt weiter entwickelt, wird die Zukunft zeigen. Ich möchte hier der Hoffnung Ausdruck verleihen, durch unsere Vorarbeit doch irgendwann die Basis für eine Studie zu legen, die wissenschaftliche Ansprüche erfüllt.
5. Epilog:
Wir haben keinen Forschungsauftrag, keinen persönlichen materiellen Gewinn, keine Forschungsgelder erhalten. Wir behaupten nicht, wissenschaftlichen Ansprüchen zu genügen. Dieses Urteil steht anderen zu.
Wir arbeiten NICHT im Auftrag einer staatlichen oder privaten Institution/ Behörde/ Lehranstalt.
Wir arbeiten nicht im Auftrag eines Unternehmens oder eines Interessenverbandes der freien Wirtschaft.

Stets Ihr
Ex-Mobilfunker

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Epilog


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