Lilienfeld-Studie: M. Hahn ./. H.-U. Jakob (Allgemein)

Fee @, Samstag, 17.10.2009, 08:22 (vor 3473 Tagen) @ H. Lamarr


In seiner Entgegnung geht es um die sagenumwobene Lilienfeld-Studie, die Jakob glaubt, auf seiner Website publiziert zu haben und Hahn klärt ihn darüber auf, dass das, was Jakob seinen Lesern anbietet nicht die Lilienfeld-Studie ist, sondern ein sechs Jahre älterer Bericht von Lilienfeld.

Zur Studie selber schreibt Hahn erstaunliches:

... Dann können Sie auch lesen, dass die jahrelange schwache Bestrahlung der Moskauer US-Botschaft mit Mikrowellen zu keinen gesundheitlichen Beeinträchtigungen des dort beschäftigten Personals geführt hat.

Ich zitiere:
„Ein sehr eingehender Vergleich des Gesundheitsstatus von Angestellten [...] die in Moskau dienten mit solchen Angestellten, die in anderen Osteuropäischen Dienststellen arbeiteten, ergab – mit sehr wenigen Ausnahmen- keine Unterschiede im Gesundheitsstatus, im Hinblick auf Mortalität und eine Vielzahl von Krankheitsbildern. Kein überzeugender Hinweis wurde entdeckt, der die Mikrowellenexposition, welcher die Moskauer Angestellten ausgesetzt waren, derzeit in direkten Zusammenhang mit der Auslösung irgendwelcher nachteiligen Gesundheitseffekte bringen würde.“
Zitat Ende

Wenn die Befürworterseite nicht immer nur die selbe Absicht hätte, das Abstreiten von gesundheitlich negativen Wirkungen, meist verbunden mit dem Bezeichnen der Erfahrungen von Elektrosmog-Erkrankten als nicht faktenorientierte Geschichten und oft noch dem Anfeinden und in die Psychoecke stellen von Betroffenen samt dem aufkommenden Eindruck von Manipulationen bzw. entsprechend angelegte Studiendesigns und Auswertungen an der Quelle bei den ES-Studien. Wie sieht es denn aus mit den "sehr wenigen Ausnahmen?", siehe Text oben. Wenn stattdessen eine ehrliche aufrichtige Erforschung der Gesundheitsschäden mit Einbezug beider Seiten vorhanden wäre und auch nicht ständig diese grauenhaften Perspektive, dass immer noch mehr Elektrosmog dazukommt, wenn man es schon jetzt kaum mehr schafft, würde es auch bei den Mobilfunkkritikern besser aussehen bzw. Einwände könnten besser angenommen werden. Denn Elektrosmog-Erkrankte benötigen im Grund genommen nicht einmal solche Studien, die nehmen sie vor allem zum Stützen ihrer Erfahrungen hervor, da ihnen sonst erst recht niemand glaubt und schon gar nicht hilft. Sie erleben die gesundheitlichen Beschwerden wegen Elektrosmog am eigenen Organismus und den Unterschied wie Tag und Nacht, wenn sie längere Zeit an einem wirklichen guten Ort sind, was immer schwieriger wird. Diese Lilienfeld-Studie habe ich bis jetzt zwar nicht in der ETH-Bibliothek geholt und gelesen, aber es scheint auch mehrere Interpretationen zu geben und Neil Cherry, der von Befürworterseite ja meist ebenfalls schlecht gemacht wird, hat anscheinend eine andere.

Tags:
Lilienfeld-Studie


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