Niederfrequenz-Therapiegeräte in Arztpraxen (Allgemein)

Robert, Freitag, 10.10.2008, 22:08 (vor 4757 Tagen) @ charles

Nur, man muss dabei bedenken das die Pharma Industrie alles daran tut um alternative Methoden kalt zu stellen.

Das alte Totschlag-Argument: die Industrie stellt alles kalt.
Nach meinem Eindruck sind die Leute mit den "alternativen Methoden" verdammt gut im Geschäft. Und wenn man die Augen aufmacht, sieht man Betrüger ohne Ende.

Wenn die Enkeltochter aus die Schule kommt mit Kopfschmerzen und andere Beschwerden, ist sie nach eine halbe Stunde wieder fitt. Ohne Schmerzen.
Usw. Usw.

Hatte ich auch schon:
Tochter im Bett, jammerte über Bauchschmerzen, mit denen sie unmöglich einschlafen könne. Ich gab ihr NICHTS. Und siehe da, 15 Minuten später schlummerte sie selig.
Könnte es sein, dass Ihre vermeintlichen Erfolgsgeschichten ziemlich banalen Ursprungs sind?
So wie bei der Homöopathie, wo das NICHTS in obskuren Kügelchen versteckt wird. Oder das NICHTS in Ihren Bioprotect-Karten. Usw. Usw.
Aber ich weiss schon, ich habe keine Ahnung.

Die meiste Leuten, wenn sie mich begegnen, schätzen mich etwa 55 Jahren, obwohl ich 70 bin.

Und was sagt das aus? Vielleicht dass Sie einen gesünderen Lebensstil haben als die Rolling Stones?

Wieso gehen immer mehr Menschen zur Heilpraktikern?
Weil sie so zufrieden sind mit die normale Ärtzeschaft?

Zum Thema Heilpraktiker eine Erfahrung:
Gute Bekannte von mir, Anfang 40, Magenkrebs. Traf mich eines Tages und berichtete, der Krebs sei weg. Ich fragte sie, woher sie das wüsste. Sie sagte, der Heilpraktiker habe das ausgependelt. Das Ende muss ich nicht erzählen, glaube ich.
Seitdem ausgeprägte Abneigung gegen Heilpraktiker.

Lesen Sie mal Cancer War von R. Webster Kehr
http://www.milieuziektes.be/cancer_war.doc

The book (attached) was written by R. Webster Kehr (Physicist)
Independent Cancer Research Foundation, Inc.
He also wrote forward for the book: www.cancertruth.net and has a website cancertutor.com The book is sharp and this guy is witty. Apparently there is a controversy in Physics on the theory of Einstein, which is the mainstream and the controversy is not allowed to go public. As a physicist, this helped him understand the context of cancer treatments.

Wenn das Thema nicht so ernst wäre, müsste man herzhaft drüber lachen. Dank Google und der Auskunftsfreudigkeit mancher Zeitgenossen, erkennt man heutzutage meist schnell, wenn irgendwo ein Spinner unterwegs ist.
Webster ist einer davon. Wer´s nicht glaubt soll auf seiner Webpage nachschauen.

"A German epidemiologist from the Heidelberg/Mannheim Tumor Clinic, Dr Ulrich Abel, has done a comprehensive review and analysis of every major study and clinical trial of chemotherapy ever done. His conclusions should be read by anyone who is about to embark on the Chemo Express. To make sure he had reviewed everything ever published on chemotherapy, Abel sent letters to over 350 medical centers around the world, asking them to send him anything they had published on the subject. Abel researched thousands of articles: it is unlikely that anyone in the world knows more about chemotherapy than he.
"The analysis took him several years, but the results are astounding: Abel found that the overall worldwide success rate of chemotherapy was 'appalling' because there was simply no scientific evidence available anywhere that chemotherapy can 'extend in any appreciable way the lives of patients suffering from the most common organic cancers'. Abel emphasizes that chemotherapy rarely can improve the quality of life. He describes chemotherapy as 'a scientific wasteland' and states that at least 80 per cent of chemotherapy administered throughout the world is worthless and is akin to the 'emperor's new clothes'--neither doctor nor patient is willing to give up on chemotherapy, even though there is no scientific evidence that it works! (Lancet, 10 August 1991) No mainstream media even mentioned this comprehensive study: it was totally buried. "
Tim O'Shea, The Doctor Within

Der „thedoctorwithin“ ist jetzt auch keiner, der mich vom Stuhl reisst. Homepage sieht mir nicht wirklich seriös aus.

Interessant ist aber, was der Prof. Abel von der Uni Heidelberg wirklich geschrieben hat (Chemotherapie fortgeschrittener Karzinome), und was er heute dazu meint. Aus einem Blog zum gleichen Thema (schwache Quelle, ich weiss. Hört sich aber vernünftig an):

Hallo Herr G.,
den oben von Ihnen zitierten Professor, dem Sie in den Mund legen, “dass keinerlei Belege dafür existierten, dass Chemotherapie Leben verlängern würde” hat mir gleich heute Abend auf meine Anfrage geantwortet:
Herr Professor Abel “von Deutschen Krebsforschungszentrum” (wie Sie fälschlicherweise behaupteten), hat mir heute, Sonntag-Abend sofort auf meine e-Mail geantwortet:

Antwort von Professor Abel:

“Anfang der neunziger Jahre habe ich ein Buch zur Chemotherapie fortgeschrittener Karzinome veröffentlich (2. Auflage: 1995), das aufgrund der damals existierenden Studien (namentlich der randomisierten Studien) in der Tat für die meisten Krebslokalisationen zu einem recht ernüchternden Ergebnis gelangt ist.

Eine Reihe von deutlichen Vorbehalten sind aber angebracht:
1. Die Schrift betraf nur epitheliale Tumoren, und das negative Urteil bezog sich auch dort nicht auf alle Lokalisiationen.
2. Es ging um fortgeschrittene Tumoren, also i.d.R. um metastasierte Krebse.
3. Die Befunde sind heute, 14 Jahre nach meiner letzten Beschäftigung mit der Literatur, definitiv veraltet. Ich habe die Literatur seither nicht mehr im Detail verfolgt, aber mein Eindruck ist, dass die Therapie auch bei fortgeschrittenen Krebsstadien in den letzten Jahren Fortschritte gemacht hat. Es gibt buchstäblich tausende von Studien zu dieser Frage, und es wäre heute nicht einfach, sich erneut einen Überblick über das gesamte relevante Studienmaterial zu verschaffen.

Ich freue mich keineswegs darüber, wenn ich heute noch mit Äußerungen zitiert werde, die nicht nur verkürzt sind, sondern auch vor allem veraltet; aber dagegen ist man als Autor leider ziemlich machtlos.”

Diese Mail habe ich gerade eben von Herrn Abel bekommen. Der Text ist weder editiert, noch gekürzt.

Erkennen Sie den Unterschied zum Statement oben, Charles?

Ich habe selbst Angehörige, die sich einer Chemotherapie unterziehen oder unterzogen haben und weiss, welche Auswirkungen das hat.
Ich bitte Sie, Charles. Wenn Sie was zu dem Thema beisteuern wollen, zitieren Sie keine Quacksalber.
Und wecken Sie bei den Betroffenen keine Hoffnungen, indem Sie Esoterikprodukte propagieren.
Dafür ist das Thema echt zu ernst.

Tags:
Esoterik, Krebsforschungszentrum, Unseriös, Homöopathie, Klarstellung, BioProtect, Heilpraktiker


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