Tatort: Machen Masten gewalttätig? (Allgemein)

Doris @, Donnerstag, 12.10.2006, 10:38 (vor 5588 Tagen) @ Paul

Lieber Helmut,
woher wollen Sie wissen was der Hauptgedanke des Krimis war? Sie interpretieren da was rein das keinesfalls so ist wie Sie gern möchten.
Der Hauptgedanke des Drehbuchautors war nämlich,"die Problematik des Mobilfunks und dessen Auswirkung auf die Bevölkerung,im Rahmen einer Spielhandlung einem möglichst grossem Zuschauerkreis darzubringen und ihn zum Nachdenken anzuregen",nicht mehr und nicht weniger. Dies ist ihm gelungen und damit hat er sein Ziel erreicht.

Lieber Paul,

ob das stimmt, was Sie schreiben, dass Sie für diesen Tatort einen Teil der Informationen geliefert haben, das kann ich nicht nachprüfen und muss einfach so hingenommen werden. Aber was den restlichen Inhalt Ihres Beitrages an Helmut betrifft, das sehe ich auch so.
Ich ging diesen Tatort mit großer Skepsis an, da ich erst vor kurzem einen Krimi gelesen habe, in dem die Mobilfunkkritiker sehr schlecht wegkamen und alle als Spinner dargestellt wurden. Der Autor eines Buches hat natürlich die Möglichkeit seine persönliche Meinung und Denke darüber zu verbreiten. Deshalb war mir nicht ganz wohl hinsichtlich des TAtorts, da der Tatort doch eine recht hohe Einschaltquote hat und zu einem günstigen Zeitpunkt ausgestrahlt wird.
Ich habe mit den Tatort angeschaut und musste gestern abend den Mitgliedern unserer BI meinen persönlichen Eindruck darüber schildern.
Auch ich sehe es so wie Sie. Es wurde in diesem Krimi genügend Raum geboten die Mobilfunkkritik zu schildern. Was ich wichtig und gut fand, es wurde keinerlei Wertung vorgenommen, erfreulicherweise nicht negativ, aber auch nicht effektheischend positiv. Das Thema blieb einfach im Raum stehen und die vielen Zuschauern haben nun die Möglichkeit sich darüber Gedanken zu machen. Auch ich denke, wenn dies das Ziel war, dann wurde es gut rübergebracht.
Ich bin auch Ihrer Meinung, was Ihre Kritik an Helmut betrifft. Hier wird ein Wunschdenken von Mobilfunkbefürwortern reininterpretiert, das so nicht vorhanden war in diesem Tatort. Mobilfunk war sicherlich ein großer Teil des Hauptgedankens dieses Tatorts, sonst hätte man den Rektor durchaus an jeder x-beliebigen anderen Stelle in die Luft jagen können. Und auch die Lösung war insofern m.E. sehr gut, dass die beiden Themen (Eifersucht und Mobilfunk) getrennt wurden.
Deshalb sollte man das, wenn man klug ist, einfach auch so stehen lassen.
Es können noch so heftige Diskussionen in den verschiedensten Foren geführt werden. Es stimmt sicherlich nicht alles, was die Mobilfunkkritiker verbreiten, aber es ist genauso falsch was die Befürworter verbreiten. Auch die können nicht beweisen, dass Mobilfunk unbedenklich ist. Und es ist m.M.n. durchaus berechtigt, wenn es MEnschen gibt, die dieser Technik kritischer gegenüberstehen. Wie kritisch und mit welcher Argumentation, das ist dann wieder ein anderes Thema.

mfg
Doris

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Analyse


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