Jetzt Buchner-Webinare zu 5G für alle (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 05.07.2020, 14:48 (vor 877 Tagen) @ Ralle

Wer den Tod nicht scheut fährt Lloyd – hieß es im Nachkriegsdeutschland. Jetzt heißt es: Wen Einseitigkeit nicht stört, wird von Buchners Webinaren betört. Diese schwere Schlagseite macht beide Webinare zum öden Schaulaufen selbsternannter Experten. Wobei anzumerken ist, dass Klaus Buchner durchaus versucht hat, auch die "Gegenseite" für seine Webinare zu gewinnen. Er war damit jedoch ebenso erfolglos, aus nachvollziehbaren Gründen, wie bei bei seinem Auftritt im TV-Studio des EU-Gebäudes. So verhallen die Darbietungen der versammelten Mobilfunkkritiker, die teilweise jenseits der Schmerzgrenze liegen, leider ohne Widerspruch und ohne jede kontroverse Diskussion. Auch der handzahme Moderator war nicht Willens, wenigstens einen Hauch von Spannung in die Runde einzubringen. Schade um die im Grunde gute Idee.

Das erste Webinar hat bei YouTube gegenwärtig 125 Aufrufe, das zweite kommt auf 89. Beide wurden am 3. Juli dort eingestellt.

Webinar vom 1. Juli 2020 mit Buchner, Budzinski und Schumann.



Webinar vom 2. Juli 2020 mit Buchner, Müggenborg, Mosgöller und Lercher.

Nachdem mir die Live-Teilnahme am ersten Webinar beträchtliche Blutdruckentgleisungen bescherte, habe ich mir aus gesundheitlichen Gründen das zweite bis auf den Beginn nicht weiter angeschaut. Das hat sich aber gelohnt, denn Hans-Jürgen Müggenborg, jüngster Neuzugang in der Gilde der Mobilfunkkritiker, räumt gleich zu Beginn ein, er sei gebeten worden, zu Fragen von 5G Stellung zu nehmen. Wer ihn gebeten hat sagt er leider nicht, mutmaßlich war es Buchner oder einer der üblichen Verdächtigen, die sich im Juli 2019 erstmals um Müggenborg versammelt haben. Freimütig räumt der Rechtsanwalt ein, er sei kein Techniker, er durchschaue diese Dinge nicht, sei auch kein Mediziner, sein Wissen sei "angelesen". Mit diesem Eingeständnis unterscheidet sich Müggenborg angenehm von den meisten anderen Referenten, die ihre persönliche Meinung gerne als harte Tatsachen ausgeben. Dumm nur, dass der Anwalt offensichtlich allein das gelesen hat, was ihm seine Informanten zusteckten. Mit erweitertem Horizont hätte er seinen Auftritt möglicherweise abgesagt. Sein Eingeständnis erklärt auch das eiserne Schweigen auf meine eher technische Frage, die ich ihm vor einem Jahr erfolglos gestellt habe.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
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