Gigaherz-Jakob, widersprüchlich wie rechtsradikaler Marxist (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 01.10.2017, 16:17 (vor 801 Tagen) @ H. Lamarr

Das Projekt „Divergierende Risikobewertungen im Bereich Mobilfunk“ (PDF, 154 Seiten, deutsch) hat das Ziel, die unterschiedlichen Risikobewertungen (inkl. Hinweisen auf die Grundlagen, auf denen sie basieren) im Bereich Mobilfunk einander gegenüberzustellen (ohne diese zu bewerten) und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Geprüft wurden 50 Akteure der Mobilfunkdebatte, von denen 15 genauer analysiert wurden.

Es ist zum Kugeln: Gigaherz-Jakob widmet dem Projektbericht viel Raum und glänzt an der einen oder anderen Stelle mit seinen wie immer exorbitant qualifizierten Bemerkungen, z.B. über die Besetzung der ICNIRP oder das traurige Schicksal von Diagnose-Funk. Nein, das muss wirklich niemand lesen. Und nochmal nein, daran ist auch Nichts zum Kugeln, das ist der übliche Bullshit, den Hans-U. Jakob in nahezu jeden seiner Beiträge einstreut.

Zum Kugeln finde ich hingegen, wie Jakob sich darum herumdrückt, dass einer der beiden Autoren des Projekts sein Erzfeind Gregor Dürrenberger von der Forschungsstiftung Strom und Mobilkommunikation ist (FSM).

Der Irrsinn geht weiter.

Gigaherz-Präsident Jakob ist, wie oben ausgeführt, ersichtlich begeistert von der Analyse der FSM, die sich damit befasste, welche Risikobewertung einzelne Akteure in der Mobilfunkdebatte zu konkreten Themen abgegeben. Wer Zweifel hat, kann dies in Jakobs Text nachlesen (Link siehe oben).

An anderer Stelle lässt Jakob jedoch wissen:

Die FSM ist zu 98% von der Industrie finanziert und deren Arbeiten werden von den auf nichtionisierender Strahlung spezialisierten Umweltorganisationen deshalb nicht anerkannt.

Mit "auf nichtionisierender Strahlung spezialisierten Umweltorganisationen" meint Jakob selbstredend sich selbst.

Das alte Jakob-Dilemma, dass er sich widersprüchlich gibt wie ein rechtsradikaler Marxist, lautet diesmal: Einerseits bekundet er, Arbeiten der FSM nicht anzuerkennen, andererseits anerkennt er die Arbeit des FSM-Geschäftsführer Dürrenberger, indem er diese auf der Gigaherz-Website vorstellt und salbungsvoll kommentiert.

Wie konnte das nur passieren?

Ursache dieses widersprüchlichen Verhaltens ist aus meiner Sicht: Jakob hatte tatsächlich nicht erkannt, dass die FSM in Gestalt ihres Geschäftsführers Co-Autor der besagten Arbeit war, die von der Stiftung Risiko-Dialog, St. Gallen, im Auftrag des BfS (Bundesamt für Strahlenschutz) durchgeführt wurde. Die Co-Autorenschaft der FSM ist allerdings unmissverständlich gleich zu Beginn der Arbeit für jedermann – bis auf einen – ersichtlich.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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