SRF-Umfrage im Test: Manipulation kinderleicht (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 26.05.2016, 10:05 (vor 1942 Tagen) @ H. Lamarr

Eine derart erschreckende Dichte inszenierter Anti-Mobilfunk-Kommentare habe ich seit Jahren nicht mehr erlebt, es ist ein Rückfall in die Steinzeit der Mobilfunkgegnerei.

Ja, aber wie kann es passieren, dass der böse Geist noch einmal aus seiner Flasche entweichen konnte? Sind die Gegner etwa wieder im Kommen?

Ich wollte genau wissen, was das SRF tut, um auf seiner so verdächtig belebten Umfrage-Webseite Manipulation zu verhindern. Zu diesem Behuf schrieb ich gestern Mittwoch, 25.05.2016, um 21:27 Uhr selbst einen (einzigen) Kommentar unter meinem Klarnamen. Der Inhalt ist unwichtig, nennen musste ich Namen, Wohnort und E-Mail-Adresse. Nach dem Absenden passierte erstmal - nichts. Keine Mail des Senders forderte mich auf, einen Bestätigungslink zu klicken, um wenigstens die Existenz der E-Mail-Adresse zu bestätigen. Heute morgen war der Kommentar dann ohne Weiteres freigeschaltet. Und weil Mobilfunkgegner schlaflos sind, trudelten auch schon die unvermeidlichen Reaktionen ein, mal von einem "Pauli Spaten", mal unter meinem Klarnamen.

Der kleine Test erklärt schlüssig, wie es zu der vermeintlichen Stimmgewalt der Mobilfunkgegner kommen konnte. Umfrage und Kommentare lassen sich mühelos fälschen, wer ein bisschen Zeit und ein entsprechendes Freewaretool hat, schafft in einer Stunde locker 100 bis 300 Stimmabgaben oder beliebig viele Kommentare unter beliebigen Namen.

Es ist a) kein Ruhmesblatt für das SRF, dass es die Fälschung der Umfrage und von Kommentaren billigend inkauf nimmt und b) ein Armutszeugnis für die Anti-Mobilfunk-Szene, dass sie in den vergangenen zehn Jahren nichts dazu gelernt hat und noch immer nach jedem Plastikwurm schnappt, der im Wasser hängt.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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