Sicherheitsabstand ist okay: "Alp-Öhi" vs. "Breitmaulrüssler" (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 04.01.2016, 18:15 (vor 2117 Tagen) @ H. Lamarr

Doch wer sich nur ein bisschen mit Standortbescheinigungen auskennt weiß, dort wird immer ein horizontaler und vertikaler Sicherheitsabstand genannt. Der Wert von 16,96 Metern ist mit Sicherheit der horizontale Sicherheitsabstand des Standorts. Der vertikale Sicherheitsabstand ist immer wesentlich kleiner als der horizontale. Schaut man sich den Standort auf dem Dach Moerser Straße 157 zu Krefeld in Google Earth an, fallen zwei Dinge auf: Der Standort ist nicht neu, bereits 2009 zeigt Google Earth dort einen Sendemasten und, was wichtiger ist, ringsum im Bereich von mindestens 40 Metern ist kein höheres Haus als das, auf dem der Sendemast steht. Das Foto in dem Artikel bestätigt diese Einschätzung.

Am 4. Januar 2016 trat der halbblinde Zirkusdirektor Hans-U. Jakob in die Manege seiner Alpenfestung und verkündete dem verstörten Publikum seine Erkenntnisse, die er glaubt allein aus einem älteren Zeitungsartikel extrahieren zu können. Bitte anschnallen, die Show beginnt:

Zitat aus der Westdeutschen Zeitung vom 21.12.2015
http://www.wz.de/lokales/krefeld/stadtt ... -1.2085482

Daran hat die Interessengemeinschaft berechtigte Zweifel. Nach den Regelungen der Verordnung gelte für diesen Mobilfunkmast ein standortbezogener Sicherheitsabstand von 16,96 Metern. Eine selber beauftragte fachmännische Messung hat jedoch ein anderes Ergebnis erbracht. „Der Abstand beträgt insgesamt nur 16,88 Meter“, sagt Anwohner Jörg Linnig. An einer einzelnen Stelle laut Werner keine zehn Meter.

Es geht demnach beim Abstand zur Antenne nicht um die vom Breitmaulrüssler von der Zinnienstrasse grossmäulig und verleumderisch verkündeten 8Centimeter sondern um mindestens 6.88 oder sogar 6.96Meter, welche die Bürgerinitiative reklamiert, weil nach 10m bereits bewohnter Wohnraum besteht. Was übrigens aus dem Bild in der Westdeutschen Zeitung gut ersichtlich ist. Ich schätze sogar nur 9m

Hans-U. Jakob (Gigaherz.ch)

Den Erguss des Herrn Jakob muss man sich genussvoll auf der Zunge zergehen lassen. Der Mann gibt vor, "Leiter der NIS-Fachstelle" seines schrägen Vereins zu sein. Dabei begreift er noch weniger als sein Faktotum "wuff".

Gott schütze die Schweizer vor Herrn Jakobs Beratung!

Kommen wir zur Sache.

In folgendem Foto glaubt Alp-Öhi Jakob zu erkennen, Wohnraum rage rd. 8 Meter tief in den Sicherheitsabstand des Sendemasten hinein (rd. 17 m – 9 m)*:

[image]
Bild: www.wz.de

Das Foto zeigt keine benachbarten profilüberragenden Bauten im Dunstkreis des Sendemasten, ich habe dies in Google Earth weiträumig (40 Meter) geprüft. Der selbsternannte Leiter der Gigaherz-NIS-Schwachstelle glaubt also allen ernstes, der streitige Sicherheitsabstand von 16,96 Metern sei der vertikale Sicherheitsabstand und nicht, wie von mir dem Breitmaulrüssler (oben) vermutet, der horizontale. Jakob beschäftigt sich seit gut 15 Jahre mit Mobilfunktechnik und kann es noch immer nicht. Das ist ein unverzeihlicher und vor allem peinlicher Fehler des Gigaherz-Noch-Präsidenten, denn es gibt mit Gewissheit weltweit keinen einzigen Dachstandort für Mobilfunksendemasten mit rd. 17 Metern vertikalem Sicherheitsabstand. Herr Jakob glaubt blind was die Bürgerinitiative in der Zeitung zum Besten gibt, er kommt nicht auf die Idee, die Laien in Krefeld könnten horizontalen mit vertikalem Sicherheitsabstand verwechselt haben. Dies trotz der dokumentierten Vorgeschichte zu tun zeugt von einer gottgefälligen Einfalt, wegen der Herr Jakob schon immer der falsche Mann am falschen Platz war.

Goldener Tipp für den Alp-Öhi

Goldener Tipp für den Leiter der NIS-Schwachstelle: Die von der EMF-Datenbank der BNetzA für den besagten Standort genannten standortbezogenen Sicherheitsabstände sind auch für selbsternannte Experten erhellend!

Und so, Herr Jakob, finden auch Sie zur Erleuchtung: In der Karte auf das orange Sendemastensymbol klicken. Dies ruft eine Tabelle auf. In dieser Tabelle ganz nach unten scrollen bis die Zeile sichbar wird: "Die für diesen Standort gültigen standortbezogenen Sicherheitsabstände können Sie hier aufrufen." Dann auf "hier" klicken – lesen, schämen und nach dem nächstbesten Mauseloch Ausschau halten.

*) [Spatenpauli: Im Text von 9 m auf 8 m korrigiert am 04.01.2016, 21:00 Uhr]

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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