Peta-Protestaktion: Rückblick auf die ersten 21 Wochen (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 11.11.2013, 00:47 (vor 3309 Tagen) @ Alexander Lerchl

Die ach so tierfreundliche Organisation peta (people for ethical treatment of animals), die selbst massenhaft Tiere ohne vernünftigen Grund tötet, hatte ja in meinem Labor unerlaubt Aufnahmen angefertigt und ins Netz gestellt. Gleichzeitig wurde ich wegen angeblichen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angezeigt. Dieses Verfahren ist kürzlich ohne jegliche Auflagen eingestellt worden. Die Anzeige von peta, die ja lustigerweise ausgerechnet u.a. mit Argumenten von Franz Adlkofer begründet wurde, war also haltlos, wie nicht anders zu erwarten.

Dann war das, was Peta vor genau 1 Jahr wahrscheinlich auf Betreiben gewisser Mobilfunkgegner angezettelt hat, nur eine ABM für bislang rund 20'800 Protest-E-Mail-Versender.

Ich habe das Anwachsen dieser Zahl eine zeitlang mitverfolgt. Ende der ersten Woche waren es am 19.11.2012 rund 7340 Protestmails, die Peta auf der Seite meldete. Ende der zweiten Woche betrug der Zuwachs nur 881, dann noch 667 usw. Am Ende der 5. Woche aber sprang der Zuwachs dem Trend entgegen wieder hoch auf 1104, nur um Ende der 6. Woche auf 213 zurück zu fallen. Dieses Spielchen des Aufbäumens wiederholte sich mehrmals. Da die Website währenddessen unverändert blieb müssen andere Kräfte am Wirken gewesen sein. Ich gehe davon aus, dass Peta in Mailings regelmäßig auf laufende Protestaktionen hinweist, um dem Versanden der Aktionen entgegen zu wirken. Aber auch dieses Mittel wirkt nur gewisse Zeit.

Aufgehört hatte ich mit dem Beobachten Anfang April 2013 nach 21 Wochen. Damals stand der Zähler bei 16'105 Protestmails, der Zuwachs zur Vorwoche war mit 153 nur noch schwach. Die Folge: In den seither verstrichenen 28 Wochen konnte Peta gerade noch 4700 Protestanten gewinnen.

Kürzlich hatten wir Gelegenheit, eine Tierpflegerin kennenzulernen, die Versuchstiere an einer Uniklinik betreut. Zu Tierschützern hat sie ein ambivalentes Verhältnis, was mit dem Mount Stupid zusammenhängt, den auch Tierschützer erklimmen. Als wieder einmal eine Gruppe Tierschützer vor einem Labor lautstark gegen Tierversuche protestierte, platze einem Professor, der Krebs erforschte der Kragen. Er holte die Leute herein und brachte sie in das Krankenzimmer eines Kindes, das Kinderleukämie im Endstadium hatte. Es muss ein schlimmer Anblick gewesen sein. Der Prof. brüllte dann die Tierschützer zusammen, ob es das sei, was sie anstrebten. Das war es natürlich nicht. Die Gruppe soll anschließend betreten das Feld geräumt haben. Die Methode des Wissenschaftlers mag grob gewesen sein, aber er hat es so anscheinend geschafft, die Tierschützer vom Gipfel des Mount Stupid zu holen.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

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