Jede Menge wissenschaftliche "Reflex"-Publikationen (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 19.02.2013, 23:44 (vor 2482 Tagen) @ H. Lamarr

Warum den neun anderen Arbeiten des "Reflex"-Projekts nicht die Ehre einer wissenschaftlichen Veröffentlichung zuteil wurde, ich weiß es nicht. Die EU (größter Geldgeber) scheint daran keinen Anstoß genommen zu haben.

Die Rüge eines guten Geistes, sie kam kurz und bündig:

Stimmt nicht, s. hier:
http://www.emf-portal.de/gl_detail.php?l=g&id=3142

Es gibt also erheblich mehr, wissenschaftliche Publikationen im Dunstkreis von "Reflex" als ich dachte, nämlich 24!

Die "Reflex"-Studie lief vom 1. Februar 2000 inklusive Verlängerung bis zum 31. Mai 2004.

Der Abschlussbericht wurde am 8. Dezember 2004 von der Stiftung Verum vorgelegt. Das bedeutet, dass 15 der 24 wissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht waren, bevor der "Reflex"-Abschlussbericht herauskam. Auf mich als Laie wirkt das ein wenig merkwürdig, zumal die Zeitschriften ja teilweise einen erheblichen Vorlauf haben, die Arbeiten also z.B. 1 Jahr zuvor eingereicht werden mussten.

Von den 24 Publikationen wurde von Franz Adlkofer nur eine einzige, nämlich die dramatischste (Diem E (2005): Non-thermal DNA breakage by mobile) nach allen Regeln der Kunst an die Öffentlichkeit vermittelt. Aber erstmals nicht erst 2005 oder später. Auch nicht 2004 oder 2003, sondern 2002. Damals nahm Adlkofer ein TV-Team des SWR mit zur BEMS-Tagung nach Hawai. Zwei Jahre vor dem Abschlussbericht und drei Jahre vor der wissenschaftlichen Veröffentlichung mit einem Großalarm massiv in die Öffentlichkeit zu gehen, das finde ich nach wie vor bemerkenswert. Warum nur diese große Eile?

Wann war eigentlich die Gesetzgebung zum Passivrauchen in Europa in einer so entscheidenden Phase, dass die Ablenkung mit einem EMF-Buh-Mann willkommen gewesen wäre?

Und: Wenn es 24 "Reflex"-Publikationen gibt, statt der einen, die jeder kennt, dann sollte es grundsätzlich auch 24-mal mehr Möglichkeiten geben, "Reflex" zu replizieren. Dies würde eine Replikation wahrscheinlich deutlich vereinfachen. Oder sehe ich das falsch?

Wahrscheinlich ist es zukünftig klüger, nicht mehr griffig aber nebulös von "Reflex"-Replikation zu reden, sondern spröde aber konkret z.B. von einer Replikation von Diem et al. (2005) oder von Schwarz et al. (2008).

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Tabak, Reflex, SWR, Adlkofer, Verum, Passivrauchen, Replikation, Laborantin, Ablenkungsforschung, Wissenschaftsskandal, Diem, BEMS, DNA-Strangbrüche, Alarm


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