WHO klammert Sendemasten von 2B-Wertung explizit aus (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 14.02.2012, 08:45 (vor 2903 Tagen)

In einem Artikel über die Ergebnisse des IARC-Arbeitstreffens vom Mai 2011 stellen die Verantwortlichen der IARC (Kurt Straif, Robert Baan u.a.) in der Zeitschrift The Lancet Oncology (Vol. 12, Juli 2011) klar, worauf sich die 2B-Wertung ("möglicherweise krebserregend") nicht bezieht. In dem Artikel heißt es unmissverständlich:

„In reviewing studies that addressed the possible association between environmental exposure to RF-EMF and cancer, the Working Group found the available evidence insufficient for any conclusion.“

Auf deutsch: Die Auswertung von Studien, die einen möglichen Zusammenhang zwischen Krebs und über die Umwelt [auf Menschen] einwirkende elektromagnetische Hochfrequenzfelder erforschten, zeigte aus Sicht der Arbeitsgruppe eine derart ungenügende Beweislage, dass keinerlei Schlussfolgerungen daraus abzuleiten waren.

Wer also die 2B-Wertung der IARC/WHO dazu verwendet, Ängste gegenüber Sendemasten (Mobilfunk, Tetra-Behördenfunk, Rundfunk ...) zu wecken oder zu schüren, der missbraucht ohne Wenn & Aber die Wertung der Krebsagentur. Diese Wertung bezieht sich ausschließlich auf körpernah und damit stark einwirkende Emissionsquellen wie Handys.

[Nachtrag: Biologische Auswirkungen des Mobilfunks, Stellungnahme der Strahlenschutzkommission]

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
IARC, SSK, Klassifizierung, Baan, krebserregend, Straif, Krebsagentur


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